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Foto: Privat

Jacmel

Bau von sanitären Anlagen im Erdbebengebiet

Mehr als 1,8 Millionen Haitianer leiden unter den Folgen des Hurrikan Sandy. 20 000 wurden obdachlos, 54 Menschen kamen ums Leben und weitere werden vermisst. Da ein Großteil der Ernte (70 Prozent) zerstört wurde, geht die UN-Koordinationsstelle für humanitäre Angelegenheiten (OCHA) davon aus, dass in Kürze rund eine Million Haitianer akut von Hunger bedroht sind.

Durch das Unwetter und die damit verbundenen Überschwemmungen wird auch die Zahl der Cholera-Erkrankungen wieder stark ansteigen. Seit 2010 verbreitet sich eine Cholera-Epidemie in Haiti, der bisher mehr als 7600 Menschen zum Opfer gefallen sind. Die Zahl der Infektionen beläuft sich auf rund 600 000 Menschen und jeden Tag treten neue Infektionsfälle auf.

Bei dem Erdbeben ist Jacmel ebenso wie Port-au-Prince fast komplett zerstört worden und hat die Situation der Kinder und ihrer Familien noch weiter verschlechtert.

Häuser, Schulen und sanitäre Anlagen wurden schwer beschädigt oder komplett zerstört. Viele Familien haben ihre gesamte Lebensgrundlage verloren. Durch die mangelhafte Versorgung mit sanitären Anlagen verbreiten sich Krankheiten besonders schnell. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass für die haitianischen Kinder ein gesundes Lern- und Schulumfeld mit Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen vorhanden ist. 

Zur Verbesserung der Hygiene und zur Vermeidung von Krankheiten plant die Organisation „Save the Children“ im Rahmen des Projektes „Gesunde Kinder, gesunde Familien“ daher den Bau von sanitären Anlagen und Abwassersystemen.

Das Projekt sieht vor, Abwassersysteme in entlegenen Orten der Region Jacmel zu bauen und im Umfeld von öffentlichen Plätzen und 14 Schulen sanitäre Anlagen zu errichten. Auch 60 Haushalte in Jacmel werden von diesem Projekt profitieren und ein Abwassersystem erhalten. Zudem sollen die Kinder in Hygienemaßnahmen zur Vorbeugung von Krankheiten geschult werden. In den 14 Schulen werden rund 9000 Kinder erreicht. In den 60 Haushalten werden etwa 180 weitere Kinder direkt erreicht. Letztendlich profitieren alle Kinder in Jacmel von den öffentlichen Toiletten im Umfeld der öffentlichen Plätze, sodass sie insgesamt etwa 20 000 Kinder mit den Maßnahmen erreichen.

Da das EU-Förderprojekt einen Eigenanteil an Spenden vorsieht, erklärte sich „Ein Herz für Kinder“ bereit, die aktuelle Finanzierungslücke zu decken. 

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