Weil Beates Eltern früh starben, musste sie 6 Geschwister großziehen. Jetzt kämpft sie um ihren krebskranken Sohn

Woher nimmt sie die Kraft?

In jeder freien Minute kümmert sich Beate um ihren Sohn, spielt schon mal Onkel Doktor mit ihm

Die hübsche Frau mit den langen blonden Haaren lächelt. Sie hat ihr Söhnchen Nico (7) auf dem Arm. Ein Bild des Glücks. Dabei könnte Beate (32) aus Königswalde bitter weinen. Ihr Leben – eine Sinfonie in Moll.

Der Auftakt 1998. Ihr Vater Manfred starb mit 58 Jahren. Herzinfarkt. Ein Jahr später folgte die Mutter Ellen. Krebs. Der letzte Wunsch der 45jährigen: „Kümmere dich um die Kinder.“

Beate wurde von einem Tag auf den anderen Mutter von sechs Geschwistern. Beate: „Es war manchmal ganz schön schwer. Schließlich hatte ich gerade meinen Sohn Nico zur Welt gebracht.“

Jetzt ein neuer Schicksals-Schlag. Nico hat Leukämie, wird im Leipziger Uniklinikum behandelt. Mutti Beate: „Chemotherapie, sogar eine Behandlung mit Schlangengift. Er kämpft seit letztem Mai, ist ganz tapfer.“

Woher nimmt die junge Frau nur die Kraft? Beate: „Ich bin gläubig. Gott ist immer bei mir. Mein Freund Jens hilft, wo er kann. Es geht immer weiter, auch wenn wir kein Geld haben, unser Haus zu sanieren, immer wieder Rückschläge bei der Behandlung hinnehmen müssen.“

Aber auch ihre Grenze ist bald erreicht. „Es ist schon ganz schön schwer“, sagt die Erzgebirglerin leise. „Manchmal bin ich ziemlich am Ende.“ Trotz der eigenen Probleme sammelt sie jetzt Geld für andere Kinder in Not. Beate: „Für die Krebsstation in Leipzig. Damit dort Krankenhaus-Clowns, die Sport- und Musiktherapie bezahlt werden kann.“

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