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Kinderheim „Fujinosono“,

Neues, erdbebensicheres Zuhause für Waisenkinder

Es war eines der schlimmsten Erdbeben, das Japan am 11. März 2011 erschütterte. Ein Tsunami, der durch das Beben ausgelöst wurde, zerstörte den Nordosten Japans und beschädigte das Atomkraftwerk von Fukushima, so stark, dass ein GAU - gleich dem von Tschernobyl ausgelöst wurde. Tausende Menschen starben oder verloren ihr Zuhause.

Auch das Kinderheim „Fujinosono“, geleitet von Schwester Caelina Mauer, in Ichinoseki (Provinz Iwate), das rund 150 Kilometer von Fukushima entfernt liegt, wurde schwer beschädigt.

Die 55 Kinder des Heims und die 35 Mitarbeiter mussten eine Woche lang in einer Turnhalle verbringen, ohne Strom oder warmes Wasser. Danach kehrten sie in den Teil des Hauses zurück, der noch bewohnbar war.

Durch erste Nothilfemaßnahmen, die vom Malteser Hilfsdienst unterstützt wurden, konnten Teile des Hauses wieder nutzbar gemacht werden, doch auch durch eine umfassende Renovierung konnte die Erdbebensicherheit nicht wieder hergestellt werden. Deshalb ist ein Neubau notwendig. Das geplante Kinderheim soll erdbebensicher und mit einem innovativen Energiesystem ausgestattet sein. Aufgrund der neuen Bauweise soll das Heim für die umliegende Gemeinde als neues Evakuierungszentrum zur Verfügung stehen.

Das Konzept sieht vor, dass acht Wohneinheiten mit je einer Küche, einem Wohnzimmer und einer Sanitäranlage entstehen, in denen bis zu 8 Kinder unterschiedlichen Alters zusammenleben können. Jede Wohneinheit soll durch eine Notrutsche schnell evakuierbar sein.

Die Baukosten des Millionenprojekts, das im Dezember 2012 fertig sein soll, können allerdings nicht einzig durch den Malteser Hilfsdienst getragen werden. Deshalb erklärte sich die BILD-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ bereit, das Vorhaben großzügig zu unterstützen, damit die Kinder so schnell wie möglich in ihr neues, umweltfreundliches Zuhause einziehen können.

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