Das Mädchen aus Libyen hatte Lauge getrunken

Isras Speiseröhre war verätzt

Isra hatte Lauge getrunken und sich dabei die Speiseröhre verätzt

Isra aus Libyen hatte im Juli 2004 Lauge getrunken. Nicht ahnend, was das für schlimme Folgen hatte: Der Rachen, die Speiseröhre, Teile des Magens und der Luftröhre wurden durch die Chemikalie schwer verätzt.

Unter lebensbedrohlichen Bedingungen erhielt das Kind in Tunis und Alexandria eine Ausleitung der Speiseröhre am Hals. Danach konnte sie nicht mehr essen, erhielt zur Ernährung Sondenkost direkt in den ausgeleiteten Dünndarm gespritzt. Die Eltern sagten, dass dies eine Dauerlösung sein sollte.

Anfang 2005 spitzte sich die Situation dann weiter zu: der Speichel hörte auf, aus der Öffnung am Hals zu laufen, weil es durch Vernarbungen des Rachens auch zu einem Verschluss dieses künstlichen Speiseröhrenausgangs gekommen war.

Der Speichel lief dem Kind in die Luftröhre, sodass Isra den ganzen Tag den Speichel abhusten musste. Wiederholt litt sie unter schwersten Lungenentzündungen, die Isra zunehmend schwächten.

Ärzte des Helios Klinikums Buch wurden über die libysche Botschaft auf den Fall aufmerksam gemacht und holten Isra nach Berlin. In mehreren Operationen gelang ihnen die Rekonstruktion des Rachens und der Speiseröhre durch eine mikrochirurgische Verpflanzung von Dünndarm in Kombination mit einem überlangen gestielten Dickdarmtransplantat. Dadurch konnte Isra wieder ganz normal schlucken, der Speichel gelangte nicht mehr in die Luftröhre. Und noch schöner: Isra kann jetzt auch wieder ganz normal essen und muss nicht mehr per Sondenkost ernährt werden.

Die anfallenden Operations- und Behandlungskosten konnten über private Spender sowie „Ein Herz für Kinder“ gedeckt werden.

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