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Tim (1)

Kampf gegen tödlichen Immun-Defekt

Seinen ersten Geburtstag feierte der kleine Tim im Krankenhaus. Die Frauen in den weißen Kitteln und Mama Tamara (37) versuchten, ihm den Tag so schön wie möglich zu gestalten, doch die schmerzhaften Infusionen und Behandlungen musste er auch an diesem Tag über sich ergehen lassen. Jeden Tag kämpft der Junge in einer Moskauer Klinik gegen den Tod.

Der süße kleine Tim leidet am Wiskott-Aldrich-Syndrom, einem tödlichen Immundefekt, der meistens Jungen trifft.

Bei dieser seltenen Erkrankung kommt es nicht nur zu immer wiederkehrenden schweren Infektionen, sondern auch zu Blutungen in die Haut und in die inneren Organe.

Tückischerweise ist das Immunsystem nicht nur nicht in der Lage, Bakterien zu bekämpfen, sondern richtet sich anstelle angreifender Mikroben gegen den eigenen Körper. So werden Tims rote Blutkörperchen ständig zerstört mit der Folge, dass er immer müde ist und nicht mehr wächst. Um diese Aggression in Schach zu halten, wird Tim mit Cortison-Infusionen behandelt, die allerdings mit schweren Nebenwirkungen verbunden sind.

Eine Heilung dieser Erkrankung ist nur durch eine Knochenmarktransplantation möglich – ohne die Transplantion wird Tim vermutlich nicht älter als 10 Jahre.

Da unklar ist, wie lange Tims Zustand noch mit Transfusionen und Infusionen stabil gehalten werden kann, braucht er so schnell wie möglich die Knochenmarktransplantion. In Russland haben die Ärzte keine Erfahrung mit der Behandlung von so seltenen Erkrankungen. Die Erfolgsgarantie, die sie geben können liegt bei 60 Prozent. Deshalb suchten die Eltern Hilfe bei Immunspezialisten in Bergamo (Italien), die schon häufig Patienten mit dem Wiskott-Aldrich-Syndrom behandelt haben und von einer Heilungschance von 90 Prozent ausgehen.

Die alleinerziehende Mutter möchte ihren Sohn deshalb unbedingt in Italien behandeln, ihr größtes Problem ist jedoch die Finanzierung. Die lebensrettende Therapie kostet rund 260 000 Euro – Geld, das die Mutter niemals hätte allein aufbringen kann. Mit Unterstützung von russischen Hilfsorganisationen konnte der größte Teil des Geldes gesammelt werden. Auch „Ein Herz für Kinder“ erklärte sich bereit, den kleinen, tapferen Tim zu unterstützen.

Wenn die Behandlung wie erhofft anschlägt, hat Tim die Chance, seinen zweiten Geburtstag gesund und glücklich zu Hause feiern zu können.

Hier hilft
„Ein Herz für Kinder“

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