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Hyperinsulinismus

Zwillinge nach OP gerettet

Fröhlich schließen Nilson und seine Frau ihre Zwillinge in die Arme. Vor Glück könnten sie die ganze Welt umarmen, denn Medizinern in Greifswald ist es mit nur einer Operation gelungen, die Leben von Elizabeth und Elias (10 Monate) zu retten.

Die beiden Babys litten seit der Geburt an Hyperinsulinismus. Bei dieser Erkrankung schüttet die Bauchspeicheldrüse zu viel Insulin aus.

Die Folgen sind dramatisch: Zu viel Insulin im Blut führt zu Schweißausbrüchen, Kreislaufschwäche und Herzrasen. Ohne Gegenmaßnahmen kann es zu einer aktuen Unterzuckerung kommen und damit zum Koma oder gar Tod führen.

Genau wie bei der Diabetes, hier schüttet die Bauchspeicheldrüse zu wenig Insulin aus, können die betroffenen Hyperinsulinismus- Patienten medikamentös eingestellt werden. Jedoch gibt es an wenigen Krankenhäusern auf der Welt mittlerweile die Möglichkeit einer Operation. Die Patienten sind nach dem Eingriff völlig gesund und brauchen keine weiteren Medikamente.

Als die Eltern von Elizabeth und Elias von der Chance hörten, setzten sie alles daran, ihren Kindern diese Operation zu ermöglichen. In Argentinien allerdings konnte die OP nicht durchgeführt werden, weil die Ärzte nicht über die Erfahrung, die für einen solchen Eingriff notwendig ist, verfügen.

Der Familie blieb keine andere Wahl, als Hilfe im Ausland zu suchen. Als sich die Universitätsklinik Greifswaldbereit erklärte, die OP durchzuführen, schöpfte die Familie Hoffnung. Noch glücklicher aber waren die Eltern, als sich „Ein Herz für Kinder“ bereit erklärte, einen Großteil der Behandlungskosten zu übernehmen. So stand der Operation nichts mehr im Wege. Inzwischen konnte der Eingriff erfolgreich vorgenommen werden. Die Kinder sind wohlauf und konnten mit ihren Eltern glücklich und vor allem gesund nach Hause fliegen.

Hier hilft
„Ein Herz für Kinder“

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