Ihr Javascript im Browser ist deaktiviert.

Es tut uns Leid. Zur sauberen Darstellung der kompletten Webseite wird Javascript benötigt.
Ihr Browser ist entweder veraltet oder/und erlaubt kein Javascript.


Für Spenden und weitere Informationen wenden Sie sich bitte telefonisch oder schriftlich an:

Telefon: 040 347 23 789
Fax: 040 347 23 332
E-Mail: bildhilft@bild.de

Adresse:
BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder”
Axel-Springer-Platz 1
20350 Hamburg

Oder spenden Sie direkt per Überweisung:
BILD hilft e.V. - "Ein Herz für Kinder"
Verwendungszweck: Ein Herz für Kinder
Wenn Spendenquittung gewünscht, bitte Postadresse mit angeben (ab 50 €)

Spendenkonto: 067 67 67
Deutsche Bank Hamburg
BLZ 200 700 00
IBAN DE60 2007 0000 0067 6767 00
BIC DEUTDEHH

Die Frau mit dem goldenen Herzen – Ein Herz für Kinder
Menü
Schwester Karoline in einer ihrer Kinderbetreuungsstätten

Karoline Mayer

Die Frau mit dem goldenen Herzen

Ein Euro für jeden Kuss – und in ganz Chile gäbe es wohl keine Armen mehr.

Wir laufen mit Karoline Mayer (72) durch die ärmlichen Straßen in Recoleta, einem Slum der chilenischen Hauptstadt Santiago. Fast im Sekundentakt fallen ihr Menschen um den Hals, drücken sie, küssen sie, halten ihre Hand.

„Hermana Karolina“ („Schwester Karoline“), der Engel aus Deutschland, fast eine Heilige hier in Südamerika. Bei der großen „Ein Herz für Kinder“-Gala 2015 wurde Schwester Karoline für ihre Arbeit mit dem goldenen Herzen geehrt – gleichzeitig unterstützt die BILD-Hilfsorganisation die Kinderprojekte der Missionarin.

VIDEO: Karoline Mayer hilft armen Kindern in Chile

Karoline Mayer, geboren im bayerischen Eichstätt, ist keine Nonne, obwohl sie schon mit 11 eine werden wollte und ins Kloster ging. Aber sie merkte bald, dass sie zwar Jesus liebt und treu sein wollte, aber nicht dem Orden, den Steyler Missionsschwestern.

Irgendwie war das alles ein großes Missverständnis, damals. Der Orden schickte sie nach Chile statt nach Indien, was ihr Wunschziel war. Ließ sie zwar studieren, aber nicht Ärztin werden, wie sie es sich so sehr gewünscht hätte. Ließ sie den Armen helfen, aber verbot ihr, bei ihnen zu wohnen. „Da habe ich einen Brief nach Rom geschrieben und gesagt: Hätte Jesus auch so gedacht, wäre er einfach dreimal die Woche vom Himmel gestiegen – und dann wäre ihm das mit der Kreuzigung nicht passiert!“

Kurz vor dem Ewigen Gelübde, 1973, packte Karoline ihre Sachen und machte sich allein auf den Weg zurück nach Chile. „Dorthin, wo die Leute mich brauchten. Ich hatte ihnen versprochen, sie nie wieder alleine zu lassen.“

Schwester Karoline Anfang der 70er-Jahre mit einem kranken, hungernden Kind in Chile (Foto: Privat)
Schwester Karoline Anfang der 70er-Jahre mit einem kranken, hungernden Kind in Chile (Foto: Privat)

Schwester Karoline gründete als Missionarin ihre eigene Gemeinschaft und hat seitdem Zehntausenden von Menschen in Chile geholfen. „Wir haben mit einer Suppenküche angefangen – zwei Töpfe über einer Feuerstelle. Dafür habe ich die Zutaten bei Supermärkten erbettelt“, erinnert sie sich.

Heute, über 40 Jahre später, arbeiten fast 500 Menschen mit ihr, kümmern sich um Tausende Kranke und Obdachlose, Drogenabhängige und Babys, betreiben Berufsschulen und Kindergärten.

Wem immer es schlecht geht, der klopft an Schwester Karolines Tür. Gerne direkt bei ihr zu Hause, mitten im Armenviertel. Die meisten Chilenen trauen sich nach Anbruch der Dunkelheit nicht her, auch Taxifahrer nicht. Vor wenigen Tagen gab es – mal wieder – eine Schießerei direkt vor ihrem Haus. Die Tür schließt sie nie ab. „Wozu denn? Bei mir ist doch nichts zu holen.“

Nichts zu holen? Für die Ärmsten der Armen gibt es hier alles – Zuneigung, ein offenes Ohr, einen Becher Milch, Trost. Alles, was unbezahlbar ist.

Manchmal bringen die Menschen aber auch etwas mit: Schrot-Patronen, Macheten, Messer, Schlagringe, Pistolen. „Das alles haben mir junge Männer gebracht, die sagen, dass sie erkannt haben, dass Gewalt nicht der richtige Weg ist.“

Einige Waffen liegen am Altar in ihrer Hauskapelle – so, als hätte der liebe Gott sie entschärft.

Lebensaufgabe: „Ich habe versprochen, hier bei ihnen zu bleiben“, sagt Schwester Karoline, die Tausende Kinder in Chile gerettet hat (Foto: Privat)
Lebensaufgabe: „Ich habe versprochen, hier bei ihnen zu bleiben“, sagt Schwester Karoline, die Tausende Kinder in Chile gerettet hat (Foto: Privat)

Schwester Karoline geht mit uns tief in das Viertel hinein, die Hütten werden noch schäbiger. Notdürftig zusammengezimmerte Spanplatten halten weder die Kälte draußen noch die Wärme drinnen: „Ich habe mich nie an das Elend hier gewöhnt. Es gibt viele, die helfen wollen, aber aufgeben, weil sich zu wenig ändert – das kommt für mich nicht infrage. Natürlich gibt es Momente, wo ich mit Gott ziemlich ernsthafte Zwiegespräche führe und nach dem Warum frage. Aber ich bin grundsätzlich Optimist.“

Über uns kreist ein Anden-Kondor, einer der größten Vögel der Welt. Die Kinder zeigen mit den Fingern, freuen sich über den majestätischen Vogel. Nur der kleine Fabian steht allein auf der Straße. Er ist blind, kann den Kondor nicht sehen.

Schwester Karoline leiht dem blinden Jungen ihre Augen, erklärt ihm mit ihrer warmen Stimme, wie der König der Luft aussieht. Fabian lächelt für einen Moment. Er hat den Kondor jetzt gesehen – mit dem Herzen.

Und wenn Schwester Karoline könnte, wie sie wollte, sie hätte Fabian ihre Augen nicht geliehen. Sie hätte sie ihm geschenkt.

Teilen hilft!

Projekte

Tugba Tekkal mit dem Trikot der "Scoring Girls"

Integrationsprojekt in Köln

Die Kanzlerin bei den „Scoring Girls"

Tugba Tekkal mit dem Trikot der "Scoring Girls" im RheinEnergieSTADION

Die Kinder toben im neuen Spielplatz.

Alte Messe

Indoorspielplatz in Leipzig eröffnet

Der Winter 2011 zeigte sich von seiner kalten Seite. Dank des neuen Indoorspielplatzes können die Kinder im Warmen spielen.