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Raus aus Kinderarbeit und Prostitution – Ein Herz für Kinder
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Wir mischen uns dort ein, wo Kinder Hilfe brauchen de|en
Die Jungs, die heute im „Mukti Ashram" leben dürfen, sagen danke

Neu-Delhi/Indien

Raus aus Kinderarbeit und Prostitution

Dutzende Nähtische, aneinandergereiht in einem schummrigen Raum. An ihnen sitzen kleine Jungen, manche erst acht Jahre alt. Ihre Schicht dauert bis zu 20 Stunden, gearbeitet wird sechs Tage pro Woche. Sie nähen Verzierungen an Saris, die traditionelle indische Tracht. Oder an aufwendige Schmuckkästchen, in denen wohlhabende Menschen später ihre funkelnden Schätze lagern werden.

Manche von ihnen werden aus der Kinderarbeit befreit, können in Rehabilitationszentren in einen kindgerechten Alltag finden, vielleicht zurück zu sich, wenn sie ihr Trauma überwinden. „Ein Herz für Kinder” unterstützt zwei dieser Zentren.

Das „Mukti Ahsram“ liegt im Norden der indischen Metropole Neu-Delhi. Hinter einer hohen Mauer finden die geretteten Kinderarbeiter Schutz, erhalten Fürsorge, psychische Unterstützung und nicht keine Schläge, wie in der Fabrik, wenn sie mal nicht mehr konnten.

„Aktuell sind 14 Jungs bei uns“, erzählt Aditya Misra (32), Leiter des Zentrums. „Manchmal sind es mehr als 100.“ Zusammen mit der Polizei retten Mitarbeiter des Zentrums die Jungs aus Nähereien, Bäckereien, Ziegeleien. „Dann versorgen wir ihre Wunden. Die äußeren und die inneren.“

Wochenlohn: 100 Rupien (1,30 Euro)

Dilshed (13) schuftete als Sari-Näher in einer Textilfabrik  Fotos:Guenther

Dilshed (13) war eines dieser „Nähmaschinenkinder“ von Neu-Delhi: ohne Kindheit, ohne Schulbildung, versklavt, um die Schulden seiner Eltern abzubezahlen. Er bekam einen Wochenlohn von 100 Rupien (1,30 Euro), von dem er sich auch noch Reis und Daal kaufen musste. Meist waren die Portionen klein, das Essen von schlechter Qualität – so schwächte es mehr, als dass es Kraft gab.

Vor zwei Monaten wurde der Junge mit dem schüchternen Lächeln aus der Sklaverei gerettet, nach 1,5 Jahren. Jetzt darf er Kind sein, spielen, bekommt so viel zu essen, wie er möchte, und den ersten Schulunterricht seines Lebens.

Endlich genug Essen, endlich Kraft tanken

Mit Kraft und dem Wissen um ihre Rechte kehren die Kinder meist nach ein paar Wochen zu ihren Familien zurück. Leiter Aditya Misra: „Wir überprüfen die Familien später, hoffen, dass sie ihren Sohn nicht wieder verkauft haben. Und wir tragen Beweise zusammen, die die skrupellosen Mittelsmänner und Arbeitgeber hinter Gitter bringen.“

Mit einem Lachen für die Kinder wird im „Mukti Ahsram“ Essen ausgegeben

Manchmal, wenn die über das ganze Land verteilten Zentren von „Mukti Ashram“ die Eltern der Jungen nicht finden oder ihnen dort Gefahr droht, bleiben die Kinder länger. Einige sogar mehrere Jahre.

Die Kinder haben dieses Plakat gegen Kinderarbeit gemalt. „Kind sein, heißt zu lernen, nicht zu verdienen“, steht dort auf Englisch

Ramesh (14) wurde aus einer Ziegelei befreit, in der er seit seinem fünften Lebensjahr schuften musste. Seine Eltern arbeiteten dort für 5000 Rupien im Monat (65 Euro), der kleine Junge wurde vom prügelnden Firmeninhaber gleich mitversklavt.

Ramesh (14) lebt bereits seit sechs Jahren in Einrichtungen der Organisation „Mukti Ashram“

Er musste kniend Lehm in Ziegelformen pressen. 300 bis 400 Mal am Tag brachte er die schweren Formen zur Brennerei. Bezahlt wurde er dafür nicht.

Nach seiner Befreiung war er in sich gekehrt, schüchtern. Jetzt ist er offen, er spricht auf Veranstaltungen in Indien über sein Schicksal. Er ist ein Kämpfer. „Nach der Schule möchte ich Anwalt der Armen werden“, sagt er selbstbewusst.

Doch in diesem riesigen Land mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern müssen nicht nur Hunderttausende kleine Jungen unter menschenunwürdigen Bedingungen für gar keinen oder einen Hungerlohn schuften. Viele Mädchen trifft es noch schlimmer – denn Männer dominieren weite Teile der Gesellschaft. Frauen gelten als minderwertig, als Gebärmaschinen, die für Kinder und Haushalt zuständig sind, keine Rechte haben – und schon als kleine Mädchen als Prostituierte in düstereren Hinterzimmern immer wieder sexuell missbraucht werden.

„Ein Herz für Kinder“ unterstützt auch den Bau eines Mädchenschutzzentrums der Bono Direkthilfe in Kanjhawala, einem Vorort Neu-Delhis. Seit Januar 2018 können dort bis zu 100 Mädchen und junge Frauen unterkommen, die aus der Prostitution befreit werden konnten.

Mädchenschutzzentrum der BonoDirekthilfe in Neu Delhi, Projektleiter Johannes Stanulla (30)

„Bei uns bekommen sie medizinische und psychologische Hilfe, eine Schul- oder Berufsausbildung“, erzählt Johannes Stanulla (30), der als Projektleiter den Bau des Schutzzentrums beaufsichtigt.

Mit Ihrer Unterstützung geben Sie Kindern wie Dilshed und Ramesh und unzähligen anderen Mädchen und Jungen wieder Hoffnung. Und die Chance, überhaupt eine Kindheit zu haben.

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