Connor darf Weihnachten Zuhause feiern!

Millimeter für Millimeter legt der Chirurg den Nerv frei, der um den Knochen läuft – um den vom Krebs zerfressenen Knochen am Oberarm von Connor (9) zu entfernen.

Die komplizierte Operation hat zwei Ziele: dem Jungen das Leben zu retten und die Beweglichkeit seines Armes zu erhalten. Denn Connor ist ein Kämpfer, Karate seine große Leidenschaft – und er möchte weiterkämpfen.

Connors Schicksal rührte bei der großen „Ein Herz für Kinder“-Gala live im ZDF Millionen Zuschauer! Tapfer berichtete der Junge im TV über seine Krankheit. BILD hat ihn begleitet – auch bei dem komplexen Eingriff, der helfen soll, sein junges Leben zu retten.

„Bis gleich, Papa“, sagt Connor zu seinem Vater Thomas (39), als er im Bett zum OP-Saal gefahren wird. Seine Mutter darf noch mit bis zur Schleuse. Als sich die Tür schließt, bricht Mama Lisa (33) in Tränen aus. „Die Vorstellung, dass sie jetzt mein Kind aufschneiden, ist zu viel.“

Seit Jahresanfang quälten Connor Schmerzen im Arm. Im Sommer die furchtbare Diagnose: Er hat ein Osteosarkom (BILD berichtete), einen seltenen und aggressiven Knochentumor. Der Krebs hat aber nicht nur den Knochen zerfressen, sondern ist bereits darüber hinaus ins weiche Gewebe gewachsen. Kann der Tumor komplett entfernt werden, ist Connors Prognose gut. Aber nur dann.

Im OP-Saal arbeitet sich Prof. Arne Streitbürger (44, zwei Kinder), Klinikleiter der Tumororthopädie, vorsichtig durch Gewebe und Muskeln bis zu Connors Knochen vor.

Er entfernt ein 13 Zentimeter langes Stück zusammen mit der Kugel aus dem Schultergelenk. Um wirklich alles vom Tumor zu erwischen, muss er auch gesunde Muskulatur rausnehmen. Wichtig dabei: den Nerv zu erhalten, der die verbleibende Schulter-Muskulatur versorgt. Sonst kann Connor seinen Arm nie wieder vollständig heben.

Draußen laufen Connors Eltern nervös hin und her. Immer wieder starren sie auf die Tür zum OP. Nach vier Stunden öffnet sie sich. Prof. Streitbürger tauscht den OP-Mundschutz gegen einen frischen, geht auf die Eltern zu.

„Es lief sehr gut“, sagt der Professor zu Mutter Lisa, die in die Arme ihres Mannes sinkt.

Connor hat während der OP direkt eine speziell für ihn angefertigte Prothese bekommen, die das fehlende Stück Knochen und die Gelenkkugel ersetzt. „Ganz wichtig ist jetzt, dass er mit unseren Sporttherapeuten lernt, seinen Arm wieder zu bewegen, gezielt trainiert.“

Diese wichtige Sporttherapie wird aber nicht von der Kasse bezahlt – hier möchte „Ein Herz für Kinder“ helfen!

Als Connor eine Stunde später aus seinem OP-Schlaf erwacht, sitzt Papa am Bett und streichelt seine Hand. Connor braucht vier Tage, bis er zum ersten Mal wieder lächelt und etwas isst – aber seitdem geht es jeden Tag bergauf.

„Was ist mit meinem Arm?“, fragt er zu Hause. Der Papa erklärt ihm, dass er ihn zwar nicht wieder ganz normal wird bewegen können, aber trainieren kann, ihn wieder zu heben. Das bedeutet: Connor kann weiter Karate machen! Auch wenn er viele Bewegungsabläufe neu lernen muss.

Und noch eine gute Nachricht hat sein Papa: Die nächste Chemo liegt so, dass Connor Weihnachten zu Hause verbringen wird! Mit seinen Eltern, Geschwistern, beiden Großelternpaaren, Onkel und Tante. „Sie werden vorher alle Kontakte runterschrauben, um Connor nichts mitzubringen. Ein Virus kann im Moment tödlich sein“, sagt Mama Lisa.

Und das Thema Tod, das möchten jetzt alle endlich ganz weit hinter sich lassen. Connors Prognose ist nun sehr gut: 80 Prozent der Kinder in seiner Situation werden geheilt!

„Kinder kennen zum Glück viel weniger Angst als Erwachsene“, sagt seine Mutter. Als sie Connor fragt, was er sich zu Weihnachten wünscht, sagt er nicht etwa Gesundheit, sondern: „Die neue Playstation!!“

Manchmal ist Normalität das Allerschönste.

Helfen Sie Kindern wie Connor mit einer Spende an „Ein Herz für Kinder“.

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„Ein Herz für Kinder“

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