Warum „Ein Herz für Kinder“ für mich etwas Besonderes ist

BILD: Herr Kerner, Sie marschieren wieder mit einem imaginären Klingelbeutel durch Millionen deutsche Wohnzimmer …

Johannes B. Kerner: „Ich würde für diesen guten Zweck auch persönlich an den Haustüren klingeln, das würde wohl aber zu lange dauern. Wenn es um das Wohl von Kindern geht, bin ich mir für nichts zu schade.“

Welche Schicksale berühren Sie am allermeisten?

Kerner: „Alle, das ist ja kein Elends-Wettkampf: Wem geht es noch schlechter, wer ist noch ärmer? Ob Hunger in Afrika, Krieg in Syrien oder eine schlimme Krankheit in Deutschland nichts davon lässt sich in ein Verhältnis setzen. Leid lässt sich nicht vergleichen.“

Es gibt so gut wie nichts, was Sie noch nicht moderiert haben vom täglichen Talk über Sport bis zur großen Samstagabend-Show. Was macht für Sie das Besondere an der „Ein Herz für Kinder“-Sendung aus?

Kerner: „Ich darf das jetzt ja zum vierten Mal machen und weiß, dass das eine Sendung ist, die bleibt. Es gibt Shows, die kommen und gehen gesehen und Danke! Bei ,Ein Herz für Kinder‘ bleibt immer ein ganz besonderes Gefühl nicht nur bei mir, sondern bei allen Mitwirkenden und vor allem den Zuschauern. Das ist ein einmaliges Gemeinschaftsgefühl.“

 

Was nehmen Sie von der Bühne mit, wenn die Kameras aus sind?

Kerner: „Sehr, sehr viel. Ich meine nicht nur die Sendung, sondern auch die Reisen im Vorfeld, wie dieses Mal zum Beispiel nach Niger. Wenn Sie einem Kind, das seit Tagen und Wochen nicht mehr richtig gegessen hat, in die Augen schauen das lässt dich nie wieder los. Das sind Begegnungen, die mich immer sehr nachdenklich machen.“

Bekommt man da ein schlechtes Gewissen, wenn man ins Flugzeug steigt und dann wieder zurück in seine kleine, heile Welt reist?

Kerner: „Ein schlechtes Gewissen soll niemand haben. Sicher, wir hier in Deutschland haben im Geburten-Roulette gewonnen. Das ist großes Glück. Aber wenn wir bereit sind, ein Stück von diesem Glück abzugeben, kann schon sehr vielen Menschen geholfen werden.“

Etwas von seinem Glück abzugeben heißt ja nicht, dann weniger Glück zu haben …

Kerner: „Nein! Helfen kann wirklich Spaß machen. Das sehe ich immer wieder bei den Kindern, die spenden. Das rührt mich ganz besonders, wenn die in ihrer Schulklasse sammeln, ihr Sparschwein plündern oder für ,Ein Herz für Kinder‘ auf dem Flohmarkt ihr Lieblingsspielzeug verkaufen. Der Betrag ist nicht entscheidend, der Wille zählt.“

„Ein Herz für Kinder“

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