Hilfsteam hat Arbeit in Kenia aufgenommen

Mehr als zwölf Millionen Menschen am Horn von Afrika leiden unter der größten Hungerkatastrophe seit Jahrzehnten – und es werden jeden Tag mehr. Zu viele Menschen sterben an den Folgen des Hungers. Die Kauferinger Hilfsorganisation LandsAid e.V. hat jetzt ihr erstes medizinisches Hilfsteam, mit einem großen Satz an Medikamenten und medizinischer Ausrüstung im Gepäck, nach Nairobi, Kenia, entsandt.

Die Allgemeinärztin Gunver Werringloer aus Ammerbach, die Hebamme Tina Giffels aus Marburg und den Apotheker Michael Kummer aus Chemnitz trafen dort auf die Kinderkrankenschwester Rebekka Bodemer aus Hurlach sowie den kenianischen Projektkoordinator Peter Nyagilo, die bereits seit zwei Wochen im Krisengebiet sind, um den medizinischen Bedarf in der Region zu erheben.

Das LandsAid-Team arbeitet in der fünf Stunden von Nairobi entfernten, von der Dürre stark betroffenen Region Garissa. Dort behandelt es die kranken und geschwächten Anwohner der Region, aber auch somalische Flüchtlinge, die dort eintreffen. „Zum einen ist es natürlich wichtig, den vielen Menschen in den Flüchtlingscamps zu helfen, zum anderen leidet aber auch die lokale Bevölkerung an Hunger und Unterernährung. Diese Menschen dürfen nicht vergessen werden, hier ist ebenfalls Hilfe erforderlich,“ meint der gelernte Intensiv-Krankenpfleger Hans Musswessels.

Geplant ist, dass 150 Patienten pro Tag behandelt und versorgt werden können. „Es treten vor allem Krankheiten auf wie akuter wässriger Durchfall, Hauterkrankungen, oder Malaria,“ sagt Teamleiterin Rebekka Bodemer. „Vor allem Kinder, Alte und schwangere Frauen leiden unter der Dürrekatastrophe.“ Besonders um diese Zielgruppe werden sich das LandsAid Team und weitere Folgeteams in den kommenden Monaten kümmern.

Schon seit Ende Juli waren die ersten Mitarbeiter der Kauferinger Hilfsorganisation LandsAid e.V. im Dürregebiet, zunächst in Äthiopien, um Hilfe vorzubereiten. LandsAid-Vorsitzender Hans Musswessels konnte während eines Besuches in der Somali Region die Dringlichkeit der Hilfsmaßnahmen feststellen. Gemeinsam mit der Partnerorganisation International Aid Services (IAS) werden in den nächsten Wochen zunächst 40 Tonnen spezieller Kindernahrung in besonders betroffenen Gebieten und Dörfern in der Dolo Ado Region verteilt.

Weitere Maßnahmen, wie Unterstützung mit Medikamenten, sind in Vorbereitung. Die LandsAid-Partnerorganisation Joint Distribution Committee (JDC) arbeitet an den bürokratischen Genehmigungen für einen erweiterten Hilfseinsatz in Äthiopien.

Das LandsAid-Projekt am Horn von Afrika wird unter anderem mit Unterstützung von Bild hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“ durchgeführt.

Um den vom Hungertod bedrohten Menschen in Ostafrika zu helfen, hat „Ein Herz für Kinder“ ein Spendenkonto eingerichtet:

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