Unis wollen Wunsch-Großeltern vermitteln

Viele Studenten und junge Wissenschaftler kommen mit ihren Familien nach Berlin – aber Oma und Opa bleiben in der Ferne. Die Humboldtuni hat nun eine Initiative gestartet, um frühere Mitarbeiter und Absolventen als „Wunsch-Großeltern” für die Neu-Berliner zu gewinnen.

„Gemeinsame Ausflüge oder das regelmäßige Abholen der Kinder von Kita, Schule oder Hort das alles ist denkbar”, sagt die Leiterin des HU-Familienbüros Birgit Rößler – und hofft durch Veröffentlichungen in HU-Publikationen und im Alumni-Portal auf regen Zulauf.

Der ist von „Großelternseite” jedoch so einfach gar nicht zu bekommen, stellte man an der Freien Universität fest. „Auch wir haben schon länger ähnliche Pläne und wollen ehemalige FU’ler dafür ins Boot holen. Aber wir kommen durch den Datenschutz nicht an die Ehemaligen ran. Und auf allgemeine Aufrufe meldet sich kaum jemand”, sagt Michaela Volkmann vom Familienbüro der Freien Universität.

An der Technischen Universität setzt man deshalb verstärkt auf Studenten: „Wir haben einen Pool aus Studierenden, die anderen bei der Kinderbetreuung helfen”, berichtete Carola Wanzek vom TU-Familienbüro. Der Aspekt eines „älteren Paten” spiele dabei jedoch keine Rolle. Dennoch sei die Nachfrage bei jungen Eltern groß.

Damit teilen die Hochschulen das Schicksal der diversen Großelterndienste, die es in Berlin bereits gibt: Die Nachfrage bei den Jüngeren übersteigt das Angebot an Wunsch-Omas und -Opas bei weitem. Hunderte von Eltern, meist alleinerziehende Mütter, stehen dort auf den Wartelisten, weil die Zahl der vitalen Älteren, die sich um Wunsch-Enkel kümmern wollen, nach wie vor zu klein ist.

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