Humanitäre Situation in Somalia bleibt prekär

Trotz Stabilisierung der politischen Situation in Somalia bleibt die humanitäre Lage für einen großen Teil der Bevölkerung prekär

Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen” (MSF). Für den Bericht mit dem Titel „Hear My Voice” (Hör meine Stimme) wurden mehr als 800 Patienten in medizinischen Einrichtungen in Somalia und in den äthiopischen Flüchtlingslagern befragt. Alle beschrieben einheitlich ein hohes Bedürfnis nach Schutz vor Gewalt, Gesundheit und Nahrung.

Über 50 Prozent der Befragten berichteten, aus ihren Häusern vertrieben worden zu sein. Viele haben Gewalt erlebt und Angst vor weiteren Angriffen. Ein Drittel gab Lebensmittelknappheit als wichtigsten Grund für die Vertreibung an. „Ich bin in meinem Leben bereits mehr als zehnmal vertrieben worden. Mein Mann starb bei einem Angriff, und zwei meiner Kinder starben, weil ich ihnen nicht genug zu essen geben konnte”, sagte eine 25-jährige Frau.

Nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg hat das Konfliktland, das 2011 eine verheerende Dürre erlebt hat, seit vergangenem September erstmals wieder eine legitime Regierung. Die internationale Gemeinschaft setzt große Hoffnungen in den neuen Präsidenten und ehemaligen Universitätsprofessor Hassan Sheikh Mohamud. Jedoch verübt die radikalislamische Al-Shabaab-Miliz weiterhin Anschläge.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
Spendenkonto 067 67 67
Deutsche Bank Hamburg | BLZ 200 700 00
IBAN DE60 2007 0000 0067 6767 00 | BIC DEUTDEHH