Neue Hoffnung auf Heilung aggressiver Tumore

Das aggressive „Neuroblastom” ist eine bösartige Krebserkrankung, die vor allem Kleinkinder trifft. Ein neuer Wirkstoff konnte im Versuch mit Mäusen das Wachstum des Tumors stoppen, wie das Fachblatt „Cancer Cell” berichtet.

„Neuroblastome” sind eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Kindern, die noch nicht älter als ein Jahr sind. Sie entstehen, wenn bestimme Nervenzellen entarten und, meist im Bauch der Kinder, größere Geschwulste bilden. Pro Jahr werden in Deutschland rund 130 Erkrankungen diagnostiziert. Im Gegensatz zu vielen anderen Tumorarten kann es bei „Neuroblastomen” zu spontanen Selbstheilungen kommen. Bei den meisten Patienten lässt sich diese Krebsart auch gut mit herkömmlichen Therapeutika behandeln.

Allerdings sind bei 20 Prozent der Fälle die Heilungs- und Überlebenschancen schlecht. Der Grund: Die Tumoren bilden Metastasen, die kaum auf die üblichen Arzneimittel ansprechen. Der wichtigste Faktor für eine schlechte Prognose ist eine Vervielfachung des „MYCN”-Gens, welches das Zellwachstum anregt.

Nun ist der Würzburger Forschungsgruppe um Professor Martin Eilers vom Biozentrum der Universität Würzburg mit einem internationalen Team gelungen, einen neuen Hemmstoff zu identifizieren. Werden aggressive „Neuroblastome” damit behandelt, stellen sie ihr Wachstum ein. Das haben zumindest Versuche mit Mäusen ergeben. „Das zeigt uns möglicherweise einen Weg, um neue und bessere Wirkstoffe gegen diesen aggressiven Tumor zu entwickeln”, hofft Eilers.

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