2,3 Millionen Kinder von Gewalt in Zentralafrika betroffen

Von dem blutigen Konflikt in der Zentralafrikanischen Republik sind nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef rund 2,3 Millionen Kinder betroffen. Sie seien durch die Gewalt direkt und „massiv bedroht”, sagte der Unicef-Kommunikationsbeauftragte für Zentralafrika, Daniel Timme. Kinder würden gezielt getötet oder verstümmelt, sexuell missbraucht und von bewaffneten Gruppen als Kämpfer rekrutiert.

Die Zustände seien „katastrophal”, das Leid das Kinder sei „sehr, sehr groß”, sagte Timme, der seit März für Unicef in Zentralafrika im Einsatz ist. Das einzige Kinderkrankenhaus in der Hauptstadt Bangui platze „aus allen Nähten”. Dort würden Kleinkinder behandelt, die „mit Granatsplittern übersät und mit Macheten verstümmelt” seien oder Schusswunden im Gesicht hätten.

Unicef hat für die Krise in Zentralafrika die höchste Notfallstufe ausgerufen, die Zahl der Mitarbeiter wurde verdoppelt. Durch Verhandlungen mit Milizen wurden nach Angaben von Timme seit Jahresbeginn rund tausend Kindersoldaten freigelassen, die Unicef nun betreut und unterstützt.

In der Zentralafrikanischen Republik hatte das mehrheitlich muslimische Rebellenbündnis Séléka 2012 einen Aufstand begonnen und im März 2013 Staatschef François Bozizé gestürzt. Der Putsch riss das Land in eine Spirale der Gewalt zwischen muslimischen und christlichen Milizen, in deren Verlauf bereits tausende Menschen getötet wurden. Rund eine Million Menschen sind auf der Flucht.

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