Die Not in Syrien nimmt weiter zu

Die Vereinten Nationen haben vor einer rapiden Verschlechterung der humanitären Lage in Syrien gewarnt. „Der Zugang zur notleidenden Bevölkerung wird wegen der wachsenden Gewalt und neuer Blockaden täglich schlechter”, sagte eine Sprecherin des Welternährungsprogramms (WFP) in Genf. Insgesamt sind elf Millionen Menschen dringend auf Hilfen angewiesen.

Zur besseren Versorgung ist den Angaben zufolge unter anderem eine Luftbrücke nach Al-Hassakeh geplant, wo 227 000 Menschen im Juni wegen Blockaden nicht mit erreicht werden konnten. Als besonders schlimm wurde die Lage auch in Deir Essor geschildert, wo Einheiten der islamistischen Terrorgruppen „Islamischer Staat” und Al-Nusrah-Front gegeneinander kämpften. Drei Viertel der Bevölkerung, gut 250 000 Menschen, sind deshalb aus der Stadt geflohen.

Das Welternährungsprogramm und das Kinderhilfswerk UNICEF begrüßten eine im Sicherheitsrat verabschiedete Resolution, die den humanitären Zugang zu weiteren 2,9 Millionen Menschen in Syrien sicherstellen soll. Vorbereitungen sind bereits getroffen. Erstmals seit Beginn einer Belagerung vor einem Jahr sind Hilfslieferungen für 14 500 Menschen in Muadamijah al-Scham im Umland der Hauptstadt Damaskus unterwegs. Ein UNICEF-Sprecher nannte die Lage dort katastrophal. Es gibt Berichte über Hungertote. 9200 Kinder in der Stadt sind dringend auf Medizin und Nahrungshilfe angewiesen.

Der Bürgerkrieg in Syrien ist in seinem vierten Jahr. Fast 2,9 Millionen Syrer sind bei den UN als Flüchtlinge registriert. Nach Angaben des WFP werden alleine für die Nahrungsmittelhilfe wöchentlich mehr als 30 Millionen Euro benötigt.

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