Eine Milliarde Menschen verrichten Notdurft im Freien

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert mehr internationale Anstrengungen, damit alle Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser und Toiletten haben.

Etwa 750 Millionen Menschen seien von sauberem Trinkwasser abgeschnitten, und rund eine Milliarde Menschen müssten ihre Notdurft im Freien verrichten, erklärte die WHO-Direktorin für Umwelt, Maria Neira. Insgesamt hätten 2,5 Milliarden Menschen keinen Zugang zu einfachen sanitären Einrichtungen wie Waschbecken, Duschen und Latrinen.

Besonders auf dem Land könnten sich viele Menschen nicht mit sauberem Wasser waschen oder auf eine Toilette gehen. Trotz Investitionen von mehreren Milliarden US-Dollar in den vergangenen Jahren in den armen Ländern fehle immer noch Geld. Auch in Schulen und Krankenhäusern in den Entwicklungsländern mangele es an Sanitäranlagen. Ohne Wasser und WC könnten Kinder keine Hygiene lernen und Patienten sich nicht vor Infektionen schützen.

Gemäß den Millenniumsentwicklungszielen der UN soll der Anteil der Menschen ohne ausreichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu einfachen sanitären Einrichtungen bis 2015 halbiert werden. Ausgangsjahr ist 1990. Während die Wasservorgabe laut UN bereits erreicht wurde, wird die Vorgabe zu sanitären Einrichtungen sehr wahrscheinlich verfehlt werden.

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