Kunstwochen für traumatisierte Kinder

Sexuelle Gewalt gegen Kinder ist leider traurige Realität in Deutschland. Der 1999 gegründete Verein „Innocence in Danger“, unter dem Segel der UNESCO, hat sich die öffentliche Sensibilisierung des Themas zur Aufgabe gemacht.

Die Deutschland-Präsidentin von „Innocence in Danger“ Stephanie Freifrau zu Guttenberg hat es sich zur Herzensaufgabe gemacht, das schwierige Thema publik zu machen und traumatisierte Kinder mit ihrem Verein zu unterstützen. Hierzu wurde das Projekt „Wissenschaftliche Evaluation der Kunstwoche für traumatisierte Kinder“ ins Leben gerufen. Kunst, wie Schauspiel, Musik, Fotografie oder bildende Kunst setzt hierbei bei den Kindern emotionale Impulse frei, die durch das Unaussprechliche des Traumas tief im Inneren verschlossen sind und keinem sprachlichen Ausdruck zugänglich waren.

Die Kunstwoche führt zu einer unmittelbaren Begegnung traumatisierter Kinder und einer begleitenden schützenden Vertrauensperson, wie Mütter, Väter oder Pädagogen, mit Künstlern und der jeweiligen Kunstform. Besonders wichtig ist hierbei die Wahl der Orte, wie das Schloss Hoppenrade (Brandenburg) oder die Burg Hohenzollern (Baden-Württemberg). Eine besondere Atmosphäre, sowie Aufmerksamkeit, Zuwendung und Zeit, helfen den Kindern, ihre Traumata bewältigen zu können.

In einem Zeitraum von drei Jahren werden insgesamt 6 Kunstwochen stattfinden, die „Ein Herz für Kinder“ unterstützt. Wissenschaftlich begleitet werden die Kunstwochen durch die Fachhochschule Koblenz unter der Leitung von Frau Professor Gisela Braun und Frau Doktor Catherine Kaiser-Hylla. Der Ausgangspunkt der Kunstwochen ist der Gedanke, dass künstlerisches und kreatives Gestalten die Entwicklung der Resilienz (Widerstandsfähigkeit) der Kinder fördert.

 

 

„Ein Herz für Kinder“

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