Bestrahlung in der Türkei

Ganz fest drückt Adelina (6) ihre Puppe in ihren Arm. Sie schenkt dem kleinen blonden Mädchen aus Moldawien Mut und Vertrautheit, wenn sie wieder in der Klinik bleiben muss, statt zu Hause mit ihrem Zwillingsbruder und den anderen Geschwistern spielen zu können.

Das tapfere Mädchen leidet seit mehr als zwei Jahren an einem malignen Ependymom – das ist ein bösartiger, langsam wachsender Hirntumor.

Durch starke Kopfschmerzen und Schwäche machte sich der Tumor bemerkbar. Als Rodica (38) von der Horror-Diagnose erfuhr, war sie vor Angst wie gelähmt. Zu groß ist die Sorge, dass ihr Mädchen, die Krankheit nicht besiegen kann, denn in Moldawien sind die medizinischen Möglichkeiten zur Behandlung des Tumors durch die desolate Ausstattung der Kliniken mehr als beschränkt. Dennoch blieb den Eltern zunächst keine andere Möglichkeit, als einen Behandlungsversuch in Moldawien zu starten.

Im Sommer 2012 wurde Adelina operiert, dabei konnte der Tumor größtenteils entfernt werden. Die Mutter hoffte, dass nun das Schlimmste überstanden sei. Doch schon ein halbes Jahr später stellten die Ärzte bei einer Kontrolluntersuchung fest, dass sich der Tumor erneut gebildet hatte – vermutlich, weil der bei der OP nicht restlos entfernt wurde. Erneut wagten die Ärzte einen Eingriff, der nach ihrer Einschätzung auch erfolgreich verlaufen ist.

Um die Krebszellen aber gänzlich zu vernichten, war eine Strahlentherapie von Nöten, die allerdings in Moldawien nicht durchgeführt werden konnte, da es die dafür erforderlichen Geräte nicht gibt. Die Ärzte rieten den Eltern deshalb, Hilfe im Ausland zu suchen.

Nach mehreren Anfragen hatte sich ein Krankenhaus in Istanbul (Türkei) bereit erklärt, Adelina zu behandeln. Diese erfreuliche Nachricht aber stellte die Eltern vor ein großes Problem, denn die Therapiekosten mussten von ihnen getragen werden. Sie hatten bereits alle Hoffnung aufgegeben, dass sie Adelina die Bestrahlung ermöglichen können, denn von einem monatlichen Einkommen von gerade mal 200 Euro, wäre es ihnen nicht möglich gewesen, die entstehenden Behandlungskosten zu decken.

Doch Dank der Hilfe von „Ein Herz für Kinder“ und einer weiteren Hilfsorganisation war es doch noch gelungen, die erforderliche Summe bereit zustellen. Ende März 2013 wurde Adelina in der Türkei behandelt. Die Mutter: „Ich bete zu Gott, dass die Radiotherapie meinem Kind hilft und danke Ihnen bis ans Ende meiner Tage für Ihre großzügige Unterstützung!“

Auch im Jahr 2015 brauchte Adelina noch einmal die Unterstützung von „Ein Herz für Kinder“. Zur Sicherstellung des Behandlungserfolges musste Adelina noch einmal in der Türkei in mehreren Zyklen bestrahlt werden. An den Kosten dafür hat sich „Ein Herz für Kinder“ erneut beteiligt.

„Ein Herz für Kinder“

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