Einrichtung hilft schwerkranken Kindern

Was tun, wenn man trotz eines Kindes mit schweren Behinderungen endlich einmal in den Urlaub fahren möchte? Was tun, wenn auch die anderen Kinder in einer Familie die volle Aufmerksamkeit der Eltern erhalten sollen? Was tun, wenn man wegen einer eigenen Erkrankung sein pflegebedürftiges Kind anderswo sicher unterbringen muss?

Auf diese Fragen haben zwei Experten des Kinder- und Jugendkrankenhauses AUF DER BULT, Prof. Dr. Hans-Jürgen Christen und Dr. Thomas Beushausen, eine Antwort gegeben. Sie machten sich gemeinsam an die Arbeit und entwickelten ein schlüssiges Gesamtkonzept für eine neue Einrichtung zur umfassenden, ganztägigen Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit schweren Behinderungen – das Aegidius-Hauses AUF DER BULT.

In Niedersachsen leben 3300 schwerbehinderte und schwerkranke Kinder und Jugendliche. Die Pflege von Kindern und Jugendlichen mit schweren Behinderungen fordert ihren Familien erhebliche körperliche und seelische Kräfte ab.

Deshalb wird das Aegidius-Haus AUF DER BULT in Hannover den Kindern mit schweren Behinderungen und ihren Angehörigen eine vorübergehende entlastende Unterstützung bieten.

Das Aegidius-Haus bietet in enger Zusammenarbeit mit dem Kinderkrankenhaus AUF DER BULT ein überregionales, spezialisiertes 24-Stunden-Versorgungangebot: Spezielle Therapien, Gemeinschaftserlebnisse, tiergestützte Therapie, Bewegungsbäder, pädagogische Förderung, körperliche und seelische Erholung.

Im November 2013 begannen die Arbeiten zum Bau des Hauses – das mit seinem Konzept und Angebot einzigartig in Niedersachsen ist. Seit Oktober 2014 hat die Einrichtung mit 12 Behandlungsplätzen die Arbeit aufgenommen – „Ein Herz für Kinder“ beteiligte sich großzügig an den Baukosten.

Mit der Inbetriebnahme des „Zuhauses auf Zeit“ kann die Lebensqualität schwerbehinderter oder schwer kranker Kinder langfristig verbessert werden.

Auch im Jahr 2015 unterstützt „Ein Herz für Kinder“ das Aegidius-Haus – denn die Außenanlage muss nach Abschluss der Bauarbeiten gestaltet werden.

Die Kinder sollen die Natur als stärkende und bereichernde Quelle entdecken. In den Außenanlagen werden zunächst die tiergestützten Therapiestunden mit dem Streichelzoo abgehalten. Hierfür wird ein Mal wöchentlich der Streichelzoo in den Garten kommen. Weiter geplant sind folgende Anschaffungen: eine Schaukel für Rollstuhlfahrer, ein ebenerdiges Trampolin, ein Wasserspiel und ein Hochbeet.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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