Aftercare School wird erweitert

Im Township Imizamo Yethu, Hout Bay, besser bekannt als Mandela Park, werden derzeit in der Aftercare-School Ikhaya le Themba rund 100 Kinder ab 6 Jahre nachmittags nach der Schule betreut. Sie haben Lernschwierigkeiten, sind Waisen, von Armut, Traumata oder Aids/HIV betroffen, manche sogar daran erkrankt.

Rund 30 000 Menschen leben in diesem Elendsviertel, der Alltag ist von Armut und Gewalt geprägt. Die Einrichtung ist ein Zufluchtsort, in dem sich die Kinder sicher, angenommen und geliebt fühlen. Sie bietet ihnen Schutz – fast täglich kommt es im Viertel zu Vergewaltigungen, von denen auch oft schon kleine Kinder betroffen sind. Neben einer warmen Mahlzeit und Freizeitangeboten gibt es therapeutische Gruppen. Es werden schulische und Lebenskompetenzen vermittelt. Auch die Familien werden dabei mit eingebunden.

Die Einrichtung befindet sich auf dem Nachbargrundstück des von der Deutschen Marlis Schaper gegründeten Kindergartens „Little Lambs“, in dem die Kinder für die Grundschule vorbereitet werden. Little Lambs wurde in der Vergangenheit von „Ein Herz für Kinder“ unterstützt. Beide Einrichtungen arbeiten seit 5 Jahren eng zusammen. Nach Beendigung der Kindergartenzeit werden die Kinder in der Aftercare-School weiter betreut. Jedes Jahr gehen rund 50 Kinder ab. Um die Betreuung nach Beendigung der Kita weiter leisten zu können, ist jedoch die Erweiterung der Schule dringend notwendig. Nur so kann eine nachhaltige Betreuung von Kindern des Township  übergangslos sichergestellt werden.

Platz ist auf dem bestehenden großen Gelände der Aftercare School genug vorhanden. Zunächst sollen ein Gebäude mit zwei Unterrichtsräumen und sanitären Anlagen entstehen. Neben der Betreuung der Kinder, können dort dann auch die älteren Schüler Hausaufgabenhilfe erhalten, ihre Computerkenntnisse verbessern, in Studiengruppen arbeiten und sich mit der Berufsfindung und Weiterbildungsmöglichkeiten beschäftigen.

Vormittags, wenn die Kinder die Schule besuchen, können die Eltern diese Räume für Workshops und Weiterbildung nutzen, z.B. lernen, wie sie einen Lebenslauf schreiben. Eltern, die bereits Kurse absolviert haben, können dann ehrenamtlich andere aus der Gemeinde unterrichten.

In einem weiteren Gebäude soll eine neue Lehrküche mit Speiseraum untergebracht werden. Der Raum soll auch für Aktivitäten wie Tanz, Musik, Theater genutzt werden und auch als Restaurant für Besuche von Touristen.

Vor Beginn der Erweiterungsarbeiten muss aber zunächst der Sicherheitszaun erneuert werden. Der ist bereits so verrottet und eingefallen, dass die Leute aus den umliegenden Hütten sich im Garten an den Gemüsebeeten bedient haben. Mit dem Zaun wird auch eine Regenrinne gegraben, die Regenwasser auffängt und ablaufen lässt um zu vermeiden, dass sich in der Regenzeit Geröll- und Schlammmassen von den Hügeln lösen. Um das Gelände zu stabilisieren müssen dazu auch die Zufahrts- und Gehwege gepflastert werden.

All diese geplanten Maßnahmen sind mit enorm hohen Kosten verbunden, die nicht allein von der Einrichtung getragen werden können. Deshalb erklärte sich „Ein Herz für Kinder“ bereit, das Projekt großzügig zu unterstützen. Wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind, haben noch mehr Kinder die Chance in einer gesicherten und angenehmen Atmosphäre zu lernen und bekommen so einen Grundstein für eine bessere Zukunft.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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