Schulbildung für Nomadenkinder

Der westafrikanische Sahelstaat Niger gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Das Land, das zu zwei Dritteln aus Halbwüste und Wüste besteht, hat kaum Ressourcen für eine produktive landwirtschaftliche Nutzung. 80 Prozent der Bevölkerung leben im ländlichen Raum von einer unproduktiven Land- und Viehwirtschaft.

Die nördliche Region Agadez ist die trockenste und wüstenhafteste Region des Landes. Hier leben über 500 000 Menschen, davon etwa die Hälfte in den beiden Städten Agadez und Arlit. Die andere Hälfte lebt in den Oasen des Air Gebirges und den Nomadensiedlungen.

60 Prozent der Bevölkerung sind Tuareg. Die Tuareg-Nomaden-Gruppen leben von der Viehzucht und vom Gartenbau. Da viele Nomaden-Siedlungen und Oasen weit abgelegen von den Zentren Agadez und Arlit sind, ist die Versorgung der Bevölkerung mit staatlichen Diensten wie Gesundheit und Bildung schwierig und noch sehr mangelhaft.

Mädchen und Frauen im Niger werden noch immer benachteiligt wenn es um Bildung geht. Die Gründe für die Benachteiligung von Mädchen und Frauen liegen in tief verwurzelten Traditionen und gesellschaftlichen Normen. Mädchen müssen sich den Jungen unterordnen und sollen im Haushalt oder in der Landwirtschaft helfen und später gute Mütter und Ehefrauen werden. Manche Eltern befürchten außerdem, dass besser gebildete Mädchen sich zu sehr emanzipieren und aus traditionellen Rollen ausbrechen könnten.

Im Niger können nur 29 Prozent aller Erwachsenen lesen und schreiben. 46% Prozent aller Mädchen besuchen aktuell die Grundschule und nur 32 Prozent schließen diese ab. Lediglich 2 Prozent aller Mädchen im Niger schaffen es bis zum Abitur.

Der Verein CARE Deutschland-Luxemburg e.V. führt gemeinsam mit seinem langjährigen lokalen Partner HED-Tamat ein breit angelegtes Projekt zur Verbesserung der Grundbildung in der Region Agadez durch

Im Rahmen des Projekts sollen neue Grundschulklassen und Alphabetisierungszentren gebaut und ausgestattet, Lehrer ausgebildet und Alphabetisierungskampagnen durchgeführt werden. Das Projekt wird bis zu 25 000 Personen erreichen.

Um dieses Vorhaben umsetzen zu können, ist der Verein auf finanzielle Unterstützung angewiesen, die unter anderem auch von „Ein Herz für Kinder“ kommt, damt die Nomadenkinder im Niger die Chance auf Bildung und damit eine bessere Zukunft haben.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
Spendenkonto 067 67 67
Deutsche Bank Hamburg | BLZ 200 700 00
IBAN DE60 2007 0000 0067 6767 00 | BIC DEUTDEHH