Wasserversorgung gesichert

Die Mongolei ist mit weniger als zwei Einwohnern pro Quadratkilometer sehr dünn besiedelt und hat ein raues, extrem kontinentales Klima. Ein großer Teil der Bevölkerung lebt nomadisch. Viehhirten können ihre Kinder, während sie durch die Steppe ziehen und ihren Standort mehrmals im Jahr wechseln, nicht täglich in eine Dorfschule schicken. Trotzdem sind heute die meisten Mongolen schrift- und lesekundig.

Die Kinder haben die Möglichkeit von September bis Ende Mai in ein staatliches Internat zu gehen. Die reguläre Schulzeit dauert 12 Jahre. Allerdings durchlaufen nur wenige Kinder die gesamte Schulzeit, weil für viele Nomadenfamilien der Schulbesuch nicht zu finanzieren ist. Zwar ist der Unterricht kostenfrei, aber für Schulmaterial der Kinder müssen die Familien selbst aufkommen. Ein weiterer Grund ist, dass für die Versorgung der Herden oft die Hilfe der Kinder gebraucht wird.

Obwohl es neben mobilen Lehrkräften, die in die Gers (mobile runde Filzzelte) kommen, auch Unterrichtssendungen für die Kinder im Radio gibt, besitzen die Internate als Treffpunkt und Zentren der Kommunikation eine enorme Bedeutung.

Umso wichtiger ist deswegen, dass sich die Kinder dort auch wohl fühlen können.

Durch einen Filter wird das Wasser aus dem Tank gereinigt und ist somit trinkbar (Foto: Privat)
Durch einen Filter wird das Wasser aus dem Tank gereinigt und ist somit trinkbar (Foto: Privat)

Das Projekt Steppenkind engagiert sich seit 2010 für das staatliche Internat Khaliun in der Westmongolei im Bezirk Gobi Altai Aimal und versorgt es mit Kleiderspenden und Schulmaterial. Rund 200 Kinder aus sehr armen Nomadenfamilien werden dort betreut und von der ersten bis 12. Klasse unterrichtet.

Leider verfügt die Einrichtung, ebenso wie das angrenzende Dorf Khaliun nicht über eine geregelte Wasserversorgung. Es gibt keinen Brunnen und der Fluss liegt rund vier Kilometer entfernt. Deshalb müssen die Kinder täglich das Wasser mit Kannen vom Fluss transportieren. Der Wasserverbrauch liegt bei täglich 1,7 Liter pro Person.

Um das Internat dauerhaft mit frischem Trinkwasser zu versorgen, sollte auf dem Internatsgelände ein Brunnen gebohrt werden. Trotz positiver Gutachten konnte bei mehreren Bohrungen kein Wasser gefunden werden. Deshalb finanzierte „Ein Herz für Kinder“ einen Wasserlaster, der nun das Wasser zum Internat bringt. In einem Tank kann das Wasser gelagert und durch einen Filter gereinigt werden. Damit ist die Wasserversorgung für die Kinder gesichert.

 

„Ein Herz für Kinder“

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