Betet für diesen kleinen Jungen!

Alans (12) Körper ist verbrannt. 60 Prozent seiner Haut sind verkohlt, nur schwarze Fetzen. Alan liegt im künstlichen Koma, er könnte die Schmerzen nicht ertragen. Aber der Junge lebt. 335 andere Menschen, die mit ihm in der Schule von Beslan gefangen gehalten wurden, sind tot.

Die Kinderklinik „Speranski Nr. 9“ in Moskau. Sechs Kinder, die das Drama in der Geiselschule überlebten, werden hier behandelt. Sie mussten ausgeflogen werden, sie hätten sonst nicht überlebt, ihre Verbrennungen sind zu schwer.

Eine vage Vorstellung davon, was Alan und die anderen durchmachten, haben jetzt Millionen bekommen: Fernsehsender zeigten ein Video, das die Terroristen am ersten Tag des Dramas in der Schule filmten. Kniende, verängstigte Kinder, die Hände hinter dem Kopf verschränkt.

Vermummte Terroristen, die Bomben verkabeln. „Schwarze Witwen“ mit Sprengsätzen in der Hand. Blutlachen auf dem Boden. Was das Video nicht zeigte, wurde jetzt bekannt. Die in Moskau erscheinende Zeitung „Gazeta“ berichtete, angeblich hätten die Terroristen immer wieder Mädchen und Frauen in Nebenräume geführt und dort vergewaltigt! Das hätten Augenzeugen ausgesagt. Dafür gab es von offizieller Seite jedoch keine Bestätigung.

An Alans Bett in der Moskauer Kinderklinik brennen Kerzen, orthodoxe Geistliche beten für die verletzten Kinder. Dass Präsident Putin vor dem nicht geplanten Sturm der Schule mit den Geiselgangstern verhandeln wollte, dass die Regierung von Nordossetien zurücktreten wird, dass 8,5 Millionen Euro Kopfgeld auf Drahtzieher Schamil Bassajew ausgesetzt sind – das alles interessiert hier niemanden.

Wichtig ist nur, dass die Kinder leben. Diese sechs und die 400 anderen, die rund um Beslan in Krankenhäusern liegen. Werden sie je ein normales Leben führen können? „Körperlich vielleicht. Aber sie haben gesehen, wie Menschen getötet wurden“, sagt Chefarzt Dr. Valentin Okatiev. „Vielleicht werden sie nie mehr lieben. Vielleicht werden sie nie mehr hoffen.“

„Ein Herz für Kinder“

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