Verheerende Fehldiagnose

Als Alexander im Februar 2011 plötzlich tagelang hohes Fieber hatte und immer schwächer wurde, rief Oxana (35) den Notarzt. Der Junge aus Kaschstan wurde ins Krankenhaus gebracht, doch die Ärzte versicherten der Mutter, dass ihr Sohn nur an einer harmlosen Angina leiden würde. Sie zweifelten keine Sekunde an ihrer Diagnose – auch nicht, als sich Alexanders Zustand trotz der Gabe von Antibiotika nicht besserte. Sie sahen keine weiteren Untersuchungen als notwendig an und schicken die Mutter mit ihrem kranken Kind immer wieder nach Hause.

Für Oxana war die Situation verzweifelt, denn sie musste zusehen, wie ihr Sasha – so nennt sie ihn liebevoll – immer schwächer wurde. Ihre Bitte nach einer Blutuntersuchung lehnten sie Ärzte, weil sie sie nicht für nötig erachteten. Ihr lezter Ausweg war, Hilfe bei einem Privatkrankenhaus zu suchen. Zwar musste Oxana die Konsultation selbst bezahlen, doch endlich wurde Sashas Blut untersucht – mit einem schrecklichen Ergebnis. Der Junge leidet keineswegs an einer harmlosen Angina, sondern an Leukämie.

Da zwischenzeitlich so viel wertvolle Zeit vergangen ist und Oxana nach dieser Fehldiagnose komplett das Vertrauen in die kasachischen Ärzte verloren hatte, beschloss sie, ihren Sohn in Israel am Sheba Medical Center behandeln zu lassen. Mit Hilfe von Freuden und Charity-Organisationen ist es ihr gelungen so viel Geld zusammen zu bekommen, um mit Sashas Behandlung in Israel beginnen zu können.

Inzwischen hat er bereits einige Blöcke Chemotherapie überstanden. Die Blutwerte von Sasha haben sich deutlich verbessert, die Ärzte sind zufrieden mit dem bisherigen Behandlungsverlauf. Allerdings ist nun das Geld ausgegangen, obwohl die Behandlung noch nicht zu Ende geführt ist.

Deshalb erklärte sich „Ein Herz für Kinder“ bereit, sich an den laufenden Kosten zu beteiligen, um so den Abbruch der Therapie zu verhindern, die Sashas Tod bedeuten würde. Die ganze Familie hofft nun, das Sasha alles gut übersteht und den Krebs besiegen kann.

„Ein Herz für Kinder“

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