Wenn Wunder nicht wahr werden

Es ist Frühling. Die ersten Blumen blühen, färben die wintergrauen Wiesen bunt. Ganz vorsichtig zeigen die ersten Bäume ihr zartes Blättergrün. Erwachen rundum, doch für Alina (†13) war es der letzte Frühling, der letzte Sommer ihres Lebens.

Alina hatte Leukämie! Verzweifelt kämpfte das tapfere Mädchen aus der Ukraine jeden Tag gegen den Tod und verlor gegen den unbarmherzigen Krebs.

Rückblick: Ganz harmlos schlich sich der Krebs ins Leben des ukrainischen Mädchens. Im Oktober 2006 schmerzte immer wieder ihr linkes Bein. Sie fühlte sich schlapp, hatte keinen Appetit mehr. Niemand wäre auf die Idee gekommen, dass sich gerade eine tödliche Krankheit in Alinas Körper ausbreitete.

Vorsorglich ging Mutter Viktoria mit ihrer Tochter zum Arzt. Seine Schock-Diagnose: ALL –akute lymphatische Leukämie. Sofort musste sich Alina einer Chemotherapie unterziehen. Weil es jedoch in der Ukraine nicht mal dafür die entsprechenden Medikamente gab, wurden diese von Freunden in das osteuropäische Land geschickt.

Die Therapie schlug an, das Angst-Gespenst Krebs schien verjagt. Zwei Jahre lang lebte Alina unbeschwert zusammen mit ihrer Familie auf dem Bauernhof in der Nähe von Charkow, ging zur Schule, hatte Spaß mit ihren Freunden.

Doch im Oktober 2008 war der Krebs wieder da – schlimmer als zuvor. Wieder stand ihr das ganze Programm – Krankenhaus, Chemo, Bestrahlung – bevor. Wieder war da diese Angst, die bohrte und pochte, der Kummer, der an ihrer Seele fraß.

Woher sollte Alina schon wieder die Kraft nehmen? Wie den Krebs besiegen, der in ihrem Blut mit unaufhaltbarem Tempo und unerträglicher Grausamkeit wütete?

In der Ukraine konnte wieder nur eine Chemotherapie mit Medikamenten aus Deutschland durchgeführt werden. Für eine Heilung jedoch reichte das nicht mehr. Sie brauchte dringend eine Knochenmarktransplantation.

Ihre behandelnde Ärztin Dr. Belusova: „In der Ukraine hat Alina keine Chance zu überleben.“

Sanft nahm Viktoria ihre Tochter in den Arm, strich über ihren kahlen Kopf. Viktoria hatte längst alle Tränen geweint, denn hilflos musste sie mit ansehen, wie ihr Alina unter den Händen wegstarb.

Die arme Familie aus der Ukraine hatte nicht das Geld, um Alina die lebensrettende Therapie in Israel zu ermöglichen. Sie leben gerade mal von 350 Euro im Monat.

„Ein Herz für Kinder“ sagte der verzweifelten Familie Unterstützung zu, sodass Alina in Israel behandelt werden konnte. Doch auch die Behandlung nach modernsten medizinischen Standards konnte Alina nicht retten. Freunde der Familie: „Die Erkrankung und die vielen Chemotherapien über einen so langen Zeitraum hinweg, sind am Ende wohl zuviel für das Mädchen gewesen. Wir hatten gehofft, ein Wunder wahr werden so lassen.“

Doch manchmal ist es selbst für Wunder zu spät!

„Ein Herz für Kinder“

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