Medizinische Notfallversorgung

Der Südsudan befindet sich derzeit im Ausnahmezustand. Fast eine Million Menschen sind mittlerweile auf der Flucht vor dem blutigen Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und dem ehemaligen Vizepräsidenten Riek Machar in ihrem Heimatland.

Die aktuelle Krise bringt damit die ohnehin kaum gefestigte Stabilität der jungen Nation ins Wanken. Die Bevölkerung leidet darunter am meisten.

Der größte Teil der Betroffenen flüchtet in weniger umkämpfte Regionen. Diese sind der Betreuung der Flüchtlinge aber nicht gewachsen.

Gemeinsam mit den Akteuren vor Ort hat AMREF in den letzten Wochen analysiert, wo Hilfe am dringendsten benötigt wird. Als verlässlicher Partner und Experte in der Region wurde AMREF bereits explizit gebeten, die medizinische Notfallversorgung im Südsudan und in den Flüchtlingslagern der Nachbarländer (Kakuma, Nord-Kenia und Dzaipi, Nord-Uganda) zu unterstützen. Betroffen sind vor allem Kinder und Mütter (70 Prozent der Flüchtlinge).

Mit Verletzungen und Erschöpfungszuständen haben die Menschen oft mehrere hundert Kilometer überwunden, um die Flüchtlingslager zu erreichen. Wer dies überhaupt überlebt, muss allerdings oft viele Tage warten bis die nötige Behandlung oder Operation überhaupt durchgeführt werden kann. Die Krankenhäuser in den Lagern und angrenzenden Gemeinden sind überfordert mit der Anzahl Hilfesuchender, denn es gibt viel zu wenig Personal und Equipment, um alle Bedürftigen sofort versorgen zu können.

Die medizinische Versorgung, Durchführung von Operationen, Ermittlung des Ernährungszustandes, Rehydratation und Verbesserung der Sanitär- und Hygienebedingungen der Flüchtlinge, sowie die Aus- und Weiterbildung von lokalem medizinischem Personal steht dabei im Zentrum der AMREF-Aktivitäten. Um diese nachhaltige Arbeit weiter erfolgreich durchführen zu können, hat sich „Ein Herz für Kinder“ bereit erklärt, die Arbeit von AMREF zu unterstützen.

Während des 9-monatigen Einsatzes können so rund 1300 medizinische Behandlungen und rund 100 Operationen durchgeführt werden.

„Ein Herz für Kinder“

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