Für Nastja kam die Hilfe zu spät

Mit ihrem Lächeln verzauberte Nastja (†6) die Menschen. Doch dieses Lächeln gibt es nicht mehr, denn am Ende war der Krebs stärker. Zwei Jahre wucherte der Tod im Körper des süßen Mädchens aus Moldawien. Eine OP in Deutschland sollte sie retten, doch die Krankheit war schon viel zu weit fortgeschritten.

Die traurige, herzzerreißende Geschichte der kleinen Nastja:

Vor zwei Jahren stellten die Ärzte in ihrer Heimat einen bösartigen Tumor im rechten Oberschenkel fest. Da es in Moldawien mit dieser Diagnose für Nastja überhaupt keine Rettung gegeben hätte, ließen die Eltern ihre Tochter in Russland behandeln. 12 anstrengende, Kräfte zehrende Blöcke Chemotherapie musste das tapfere Mädchen durchstehen, durch eine Endoprothese, die aus Deutschland geliefert wurde, konnte aber das Bein gerettet werden.

In diese Zeit war Nastjas Mutter Olesya hochschwanger. Sie selbst musste mehrmals ins Krankenhaus eingeliefert werden, da durch die ganzen Aufregungen das Risiko, ihres zweites Kind zu verlieren, enorm hoch war. Im August 2009 kam Nastjas Schwester auf die Welt. Endlich schien das Glück wieder auf der Seite der moldawischen Familie zu sein, denn auch Nastja erholte sich nach der OP gut.

Doch dann ein ganz bitterer Schicksalsschlag: Katja stirbt zwei Wochen nach der Geburt an akutem Herz- und Lungenversagen. Wie in Trance fuhr die Mutter vom Krankenhaus ins Leichenschauhaus und zurück. An Beerdigung erinnert sie sich kaum. Nur die Gedanken an Nastja – das einzige, was den Eltern jetzt noch blieb– hielten sie noch am Leben.

Sehr langsam kam Olesya wieder zu sich. Dann der nächste Schock: Die Ärzte übersahen eine Metastase in Nastjas Lunge. Die Mutter verbittert: „Bei der Routineuntersuchung haben die endlich zugegeben, dass es schon seit März besteht, aber die dachten, dass es sich um was anderes handelt.“

Und noch schlimmer: Die Familie wurde einfach nach Hause geschickt, da sie kein Geld mehr hatte, um die weitere Behandlung zu bezahlen.

Spezialisten vom Uniklinikum Kiel/Lübeck haben alle MRT-Bilder und Befunde angeguckt und hofften, Nastja in letzter Sekunde retten zu können. Die Metastase befand sich in einem Teil der Lunge, der sich gut hätte operieren lassen.

Die Rettung von Nastja scheiterte zunächst am Geld! Die Eltern hatten bereits ihr ganzes Erspartes für Nastjas Behandlung in Russland ausgegeben.

Der Verein „Ein Recht auf Leben e.V.“ kümmerte sich um die Familie und konnte mit der Klinik vereinbaren, dass mit der Behandlung begonnen wird, sobald 50 000 Euro angezahlt sind.

„Ein Herz für Kinder“ half sofort. Nastja konnte nach Deutschland gebracht werden, aber nach eingehenden Untersuchungen in mussten die Ärzte in Schleswig-Holstein feststellen, dass sie Krankheit nicht mehr erfolgreich zu bekämpfen war. Der Krebs hatte bereits die ganze Lunge befallen.

Olesya und ihre todkranke Tochter fuhren wieder zurück in ihre Heimat, wo das Mädchen in den Armen ihrer Eltern starb. Schon nach dem Tod ihrer Tochter Katja sagte die verzweifelte Mutter: „Es gibt nichts Schlimmeres, als das eigene Kind zu beerdigen.“ Jetzt musste Olesya auch ihr zweites Kind zu Grabe tragen…

„Ein Herz für Kinder“

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