Endlich laufen lernen

Der kleine Andres (3) aus Ecuador kann sich nur kriechend von einem Ort zum anderen bewegen. Kurz vor der Geburt hatte er sich im Mutterleib gedreht, kam deshalb in Steißlage zur Welt. Dabei wurden seine Nerven gequetscht. Die Folgen: Seine oberen und unteren Gliedmaßen waren starr, seine Hände sind nach hinten gerichtet, die Füße nach innen.

In Ecuador, wo es den Krankenhäusern an modernen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden fehlt, kann Andres nur notdürftig versorgt werden. Viereinhalb Monate lag er in einem Gipskorsett, seine Hände wurde im Stöcken fixiert. Auch Ansätze einer Physiotherapie brachten keinen Erfolg. Hüfte und Knie blieben steif, sodass er nicht lernen konnte, zu krabbeln oder zu gehen. Nur mit Hilfe kann er kurz stehen.

Ganz traurig fragt er immer wieder seine Mutter Paola (26), warum er nicht so ist wie andere Kinder. Voller Wehmut sieht er zu, wenn sein großer Bruder Ball spielt. So sehr wünscht er sich eines Tages zusammen mit ihm spielen zu können.

Dieser Traum könnte schon bald wahr werden, denn deutsche Ärzte wollen dem kleinen Andres helfen. Weil seine Nervenschädigungen auf konventionelle Weise nicht reparabel sind, wollen sie eine Muskelverpflanzung vornehmen.

Mit einer anschließenden Reha hoffen die Ärzte, die Funktionalität seiner Gliedmaßen wieder herstellen zu können. Allerdings können sich die Eltern, die beide Studenten sind, die Behandlung in Deutschland nicht leisten.

Große Spendenaktionen in Deutschland und die Unterstützung von „Ein Herz für Kinder“ machen es nun aber doch möglich, dass Andres nach Aachen kommen und operiert werden kann.

„Ein Herz für Kinder“

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