Kindgerechte Ausstattung des Dachgeschosses

Angehörige von Strafgefangenen fühlen sich oft alleingelassen. Hilfe und Beratung bietet das Projekt Rückenwind in Wittlich vom Katholischen Verein für soziale Dienste (SKM) im Bistum Trier.

In enger räumlicher Nähe zur Justizvollzugsanstalt und Jugendstrafanstalt Wittlich ist Rückenwind ist die erste Besucher-Kontaktstelle für Angehörige von Inhaftierten. Dort haben sie die  Möglichkeit die Wartezeiten zu überbrücken, die Toilette aufzusuchen, werden mit Getränken versorgt, erhalten Beratung, wohnortnahe Hilfen werden vermittelt und können sich austauschen. Die Kinder finden nach oft langer Anreise Ruhe und Beschäftigung, auch wird Kinderbetreuung angeboten.

In den Haftanstalten sind nur männliche Gefangene untergebracht. Deshalb besuchen häufig weibliche Angehörige, oft mit Kindern die Kontaktstelle. Sie haben meist weite Wege mit Bus und Bahn hinter sich. Vor Eröffnung der Anlaufstelle mussten sie häufig die Wartezeiten in einem Wartehäuschen im Freien vor der JVA verbringen.

Die Kinderbetreuung wird dann in Anspruch genommen, wenn die  Kinder gar nicht wissen, dass der Vater inhaftiert ist und die Mutter sie nicht mit in die JVA nimmt. Auch ist nur der Besuch von maximal drei Personen zugelassen, Familien mit mehr als zwei Kindern lassen die andern dann in der Anlaufstelle, nach der halben Besuchszeit werden dann die Kinder getauscht, so dass alle Kinder den Vater sehen können.

Die Kinder stammen oft aus sozial schwachen Familien, die Frauen werden in der Haftzeit zu Alleinerziehenden und beziehen in der Regel SGB II Leistungen. Kleinkinder wissen oft nicht das der Vater im Gefängnis ist, sind mit der neuen Situation überfordert, Schulkinder verlieren das Vertrauen in die Eltern, werden verhaltensauffällig, übernehmen zu früh eine Erwachsenenrolle, um den Vater zu ersetzen.

Eine kleinkindgerechte Ausstattung der bestehenden Räumlichkeiten im Dachgeschoss fehlte der Einrichtung bislang – doch mit Unterstützung von „Ein Herz für Kinder“ konnte diese Lücke nun geschlossen werden. Mit einer gemütlichen Kuschel- und Spielecke sowie Wickelmöglichkeiten gibt es nun einen Ort der Ruhe, der vor allem Kleinkindern nach der Anreise und außerhalb der JVA Geborgenheit schenkt.

„Ein Herz für Kinder“

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