Annemarie (65) hilft Kindern fest im Leben zu stehen

Daressalam (Tansania) Shaksia (2) schafft nur wenige Meter, dann versagen ihre Beine. Das Mädchen aus Tansania leidet unter einer extremen Fehlstellung seiner Beine.

Die einzige Hoffnung des Kindes ist die deutsche Ärztin Annemarie Schraml (65). Die pensionierte Orthopädin aus Nürnberg operiert in dem ostafrikanischen Land seit 17 Jahren Kinder, die mit entstellten Beinen oder Klumpfüßen zur Welt kommen.

 

Das passiert in Afrika zehnmal häufiger als in Deutschland. Grund: unsauberes Trinkwasser ohne Fluorid, das bei schwangeren Frauen das Knochenwachstum ihrer Kinder beeinträchtigt.

Die Kinder werden oft wie Aussätzige behandelt, weil ihre Beine verdreht oder verkürzt sind. Aus Aberglauben gelten diese Kinder als verflucht.

In Afrika werden Kinder zehnmal häufiger mit verkürzten Beinen oder Klumpfüßen geboren als in Deutschland. Grund: die schlechte Qualität des Trinkwassers (Foto: TALPA GERMANY)
In Afrika werden Kinder zehnmal häufiger mit verkürzten Beinen oder Klumpfüßen geboren als in Deutschland. Grund: die schlechte Qualität des Trinkwassers (Foto: TALPA GERMANY)

Wenn Annemarie Schraml mit ihrem Team am Fuße des Mount Meru, dem zweithöchsten Berg Tansanias, ankommt und Dutzende Kisten für ihren Einsatz entladen werden, dann bilden sich lange Schlangen im Krankenhaus. Denn die Deutsche kann ihnen helfen.

Bis heute hat die Ärztin allein in Tansania 2000 Kinder erfolgreich operiert. Diese haben dann die Chance, normal aufzuwachsen und einen Beruf zu erlernen. Schraml: „Für uns sind es kleine Eingriffe, für die Kinder verändern sie die Welt.“

 

Eine Stunde dauert die Operation bei Shaksia. Dann wird das Mädchen aus dem OP gebracht in die Arme seiner glücklichen Mutter (27).

„Ich möchte anderen Menschen helfen. Das war schon so, als ich mit 17 Jahren in Deutschland im Krankenhaus bei der Essensausgabe half. Das hat sich bis heute nicht geändert“, sagt Annemarie.

Kleine Patienten wie Shaksia, die Annemarie mit korrigierten Beinen aus dem Krankenhaus entlässt, bleiben ihr oftmals über Jahre verbunden.

Mit ihrem Team aus Helfern begleitet sie Kinder teilweise bis zur Berufsausbildung oder dem Studium und unterstützt ihre Familien mit Spenden. Für diese Hilfe sammelt die Medizinerin das ganze Jahr über Spenden in Deutschland.

Welchen Traum hat die Deutsche? „Ich wünsche mir, dass einheimische Ärzte irgendwann meine Arbeit in Tansania übernehmen. Dafür bilde ich Ärzte vor Ort aus. Ich will auch im nächsten Jahr wiederkommen, um noch vielen Kindern ein selbstbestimmtes Leben auf zwei Beinen zu ermöglichen.“

„Ein Herz für Kinder“ unterstützt die Arbeit von Annemarie Schraml mit IHREN Spenden! Mit nur 50 Euro schenken Sie einem Kind ein neues Leben!

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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