Armer Minen-Junge, bald kannst du wieder sehen

Ansar Achmadova ist ein aufgeweckter Junge. In seiner Heimat Tschtschenien, wo seit Jahren ein blutiger Bürgerkrieg tobt, ging der 14-Jährige zur Schule, lernte Lesen und Schreiben. Dann schlug das Schicksal mit grausamer Härte zu.

Mit Freunden spielte Ansar auf einem Feld in der Nähe seines Heimatortes. Die Jungen bemerkten die Gefahr nicht, hielten das bunte, kaum handtellergroße Metallstück für ein Spielzeug.

Doch in Wahrheit war es eine der heimtückischsten und unmenschlichsten Waffen – eine getarnte Mine! Der Sprengkörper explodierte. Zwei Buben waren sofort tot. Ansar wurde schwer verletzt.

„Mein Körper war voller Splitter, blutete überall,“ erzählt der Tschtschenen-Junge. Das Schlimmste: Ansar konnte nicht mehr sehen! Sein Glück im Unglück: Die BILD-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ erführ vom Schicksal des Minen-Jungen.

Zusammen mit der Aktion „Augenlicht“ das Bad Kreuznacher Ehren-Senators Alex Jacob wurde die Operation in Deutschland organisiert.

„Es waren zahlreiche Telefonate nötig, um eine Ausreise zu genehmigen“, erzählt Jacob. Mit Hilfe der Deutschen Botschaft und der Kreisverwaltung Bad Kreuznach gelang es ihm, Ansar und seine Mutter Maret (40) nach Rheinland- Pfalz zu holen.

Nach der ersten Untersuchung wurde bereits zwei Tage später die Operation durchgeführt. Den Augenärzten im Krankenhaus Marienwörth gelang es, in der zweistündigen Operation mehrere Metallgegenstände aus dem rechten Auge zu entfernen.

Jetzt kann Ansar wieder sehen. Nur das linke Auge war nicht mehr zu retten. Die Mine hatte die Netzhaut zerrissen. Ihm wird jetzt ein Glasauge eingesetzt. „Bad Kreuznach ist jetzt der Mittelpunkt meines Lebens“ erzählt Ansar stolz.

Heute wird der Junge noch einmal operiert. Es werden einige Metallsplitter aus den Armen und Beinen entfernt.

„Ein Herz für Kinder“

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