Der Krebs war stärker

In Artems Körper wütete der Blutkrebs – aggressiv, bösartig, unaufhaltbar. Seine allerletzte Chance: Eine Knochenmarktransplantation, die so schnell wie möglich durchgeführt werden sollte. Doch am Ende war der Krebs stärker.

Solange war es noch nicht her, da war Artem ein ganz normaler Teenager, der in jeder freien Minute am liebsten Fußball spielte.

Im Mai 2008 änderte sich Artems Leben auf einen Schlag. Nachdem er sich unwohl fühlte, ging seine Mutter mit ihm zum Arzt. Die Schock-Diagnose: Akute, lymphatische Leukämie.

Während der Blutkrebs in Deutschland gut behandelbar ist, kommt er in Artems Heimat einem Todesurteil gleich. Denn in Rostov am Don gab es kein Krankenhaus, in dem Artem behandelt werden konnte. Eine Behandlung am Kinderkrankenhaus in Moskau bedeutete für die arme Familie viele Entbehrungen, die sie aber auf sich genommen hatten, in der Hoffnung, dass Artem gerettet werden könnte. Doch auch die Moskauer Ärzte konnten dem Schüler nicht helfen. Er bekam viele Komplikationen, die in Russland zu einem nahezu unüberwindbaren Problem wurden.

Über einen befreundeten Arzt erfuhr das Universitätsklinikum Eppendorf von Artems tragischem Schicksal. Er wurde nach Hamburg eingeladen, wo er seit dem 14. Oktober 2008 behandelt wurde. Die Gelder für die medizinische Versorgung stammten aus einem privaten Rostover Hilfsfond. Doch durch die Wirtschaftskrise, die auch in Russland extreme Auswirkungen hatte, waren die Gelder durch die Entwertung des Rubel schnell aufgebraucht.

Nach fast einem Jahr Kampf gegen die heimtückische Krankheit, war die Chance für eine Knochenmarktransplantation gekommen. Doch Artems Körper war schon zu schwach, durch eine Infektion versagten seine Organe und er starb in den Armen seiner Mutter.

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