Herz-OP rettet sein Leben

Ohne eine schnelle Operation hätte Atai (9 Monate) nach Einschätzung der Ärzte keine Chance, das zweite Lebensjahr zu erreichen. Der Junge kam in Kirgisien mit einem schweren Herzfehler zur Welt

Atais Vater Mirbek (29) ist selbst ein angehender Herzchirurg. Er träumt davon, eines Tages ein guter Arzt zu werden und herzkranken Kindern in Kirgisien das Leben zu retten, deren Leiden er leider tagtäglich an seinem Sohn beobachtet und nachfühlt.

Atai hat einen sehr komplexen Herzfehler, die rechte Herzkammer ist nur noch wenige Wochen operabel und dann verschließt sie sich für immer. Die Herzchirurgen, darunter auch Professoren von Mirbek, sagten ihm offen ins Gesicht, dass der Junge in Kirgisien und auch in Russland keine Chance hat, zu überleben.

Eltern verlieren jedoch nie die Hoffnung, ihrem Kind helfen zu können. Deshalb wandte sich der Vater an einen Spezialisten des Deutschen Herzzentrums ins München, der sich bereit erklärte, Atai zu operieren. Allerdings sind mit dem Eingriff auch enorm hohe Kosten verbunden, die die Eltern nicht aus eigenen Mitteln aufbringen können. Mirbek nahm alle Aushilfsjobs an, die er nur kriegen konnte. Er arbeitete nachts in der Notaufnahme und assistierte im Krankenhaus bei der Patientenbetreuung. Für alles zusammen bekam er monatlich rund 200 Euro, was nicht mal reichte, um Atais Medikamente zu bezahlen.

Fast ein Jahr lang arbeitete Mirbek ununterbrochen, und erkrankte von Kurzem am Burnout-Syndrom. Er fiel in Depressionen, als er begriff, dass die nötige Summe unmöglich zusammenzukriegen ist. Er hat nichts beiseite legen können und hat sogar Schulden gemacht, weil das Geld für Medikamente und Miete nicht ausreichte.

In dieser Notsituation erklärte sich neben anderen Helfern auch „Ein Herz für Kinder“ sofort bereit, sich an den Behandlungskosten zu beteiligen. Atai konnte inzwischen in Deutschland operiert werden. Er hat alles gut überstanden und fühlt sich wohl. Die Ärzte sind zusammen mit den Eltern glücklich, dass Atais Leben gerettet werden konnte.

„Ein Herz für Kinder“

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