Augenklinik wird erweitert

Nach aktuellen Statistiken leben in Bangladesch, einem der ärmsten Länder der Erde, rund 900 000 Blinde – darunter 45 000 Kinder. Jährlich treten viele Tausende von Neuerblindungen auf, von denen viele Kinder betroffen sind. Ursachen für Blindheit sind u.a. Unter- und Fehlernährung (Vitamin-A-Mangel!), fehlende Behandlungsmöglichkeiten, mangelnde Hygiene und Aufklärung.

Die Andheri-Hilfe hat der Blindheit im Land den Kampf angesagt. Bisher konnten neun Kliniken für Augenheilkunde gebaut werden, die über das ganze Land verteilt sind. Zusätzlich gibt es sogenannte „Eye-Camps“ – Teams gehen in die ländlichen Gebiete und behandeln die Patienten vor Ort in Schulen oder Zelten.

Eines der ersten Krankenhäuser wurde in Mymensingh errichtet. Der Ort liegt im Norden von Bangladesch, 115 km von der Hauptstadt Dhaka entfernt. Im Umkreis von Mymensingh gibt es rund 5400 blinde Kinder – bei rund einem Drittel wurde der „Graue Star“ diagnostiziert.

Nach dem Bau des Krankenhauses im Jahr 1987 standen 25 Betten zur Verfügung. Diese Kapazität war jedoch nicht mehr ausreichend, um alle notwendigen Behandlungen durchzuführen. Darum wurde in der Vergangenheit ein Erweiterungsbau vorgenommen, derzeit stehen 31 Betten zur Verfügung.

Während zu Beginn der Arbeit jährlich etwa 1200 Operationen durchgeführt wurden, sind es heute rund 5000 operative Eingriffe. Da der Bedarf stetig steigt, soll die Klinik jetzt um zwei weitere Etagen aufgestockt werden. Da die Andheri-Hilfe die Kosten für die Erweiterung nicht komplett allein tragen kann, hat sich „Ein Herz für Kinder“ bereit erklärt, einen Großteil der Kosten zu übernehmen. Der Erweiterung der Augenklinik steht nun nichts mehr im Wege.

„Ein Herz für Kinder“

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