Wie eine Familie die Hoffnung nicht aufgibt

Als Berzan und sein Zwillingsbruder vor zehn Jahren zur Welt kamen, war das Glück der Eltern einfach riesig! Damals konnten sie sich nicht mal im schlimmsten Albtraum vorstellen, dass ihr Leben sich eines Tages so dramatisch ändern wird.

Mit 4 Jahren klagte Berzan erstmalig über Schmerzen im Fuß, die die Eltern in der Türkei ärztlich abklären ließen. Nach einigen falschen Diagnosen kam dann schließlich die schreckliche Nachricht: KREBS! Ein Neuroblastom im rechten Mittelbauch

Besonders schlimm: Aufgrund der verspäteten Diagnosestellung hatte Berzan schon Metastasen in Knochen und Lymphknoten. Circa ein Jahr lang wurde er mit einer Chemotherapie behandelt. Im Anschluss erfolgte eine Knochenmarktransplantation von seinem Zwillingsbruder.

Alles schien wieder in Ordnung. Die Hoffnung war groß, dass Berzan den Krebs besiegt hat. Mutter Mersin (40): „Wir waren im siebten Himmel vor Glück und ahnten nicht, dass uns ein noch stärkerer Schlag erwartet.“

Die Krankheit kam zurück. 25 Monate nach der Transplantation musste Berzan den Kampf gegen das Neuroblastom wieder aufnehmen. Die Mutter rückblickend: „Unser  Glaube, unsere Hoffnung, unser Wille waren auch diesmal stärker als unser Feind Krebs.“ Und tatsächlich wurde der Optimismus belohnt. Wieder konnte nach einer mehrmonatigen Chemotherapie die Remission ereicht werden! Aber ständige Angst, dass die Krankheit wieder zurückkommt, begleitete die Familie Tag und Nacht.

Nach weiteren sieben Monaten wurden alle Befürchtungen und die schlimmsten Albträume wahr. Der Krebs kehrte erneut zurück.

Den Eltern wurde mitgeteilt, dass man Berzan keine intravenöse Chemotherapie mehr zukommen lassen könne. Das einzige, was übrig blieb, war eine orale Chemotherapie zu beginnen und abzuwarten.

Mit der Vorstellung, dass dieser Behandlungsweg letztendlich nicht wirksam genug ist und Berzan dadurch versterben könnte, wollten die Eltern nicht leben. Da es in der Türkei keine weiteren Therapieoptionen mehr gab, haben die Eltern eigene Nachforschungen gestartet und kamen dadurch in Kontakt mit Prof. Lode von der Universitätsklinik Greifswald.

Die Familie erklärte sich bereit, an Studienversuchen teilzunehmen. Seit September 2010 befindet sich Berzan in Therapie in der onkologischen Abteilung der Klinik Greifswald. Um die Behandlungskosten begleichen zu können, haben die Eltern alles verkauft, was sie besaßen. Die Behandlung ist aber noch lange nicht zu Ende, die Familie hat jedoch keine Mittel mehr, um sie weiter finanzieren zu können.

Die Mutter: „Wir bekamen einen neuen Kostenvoranschlag. Davon können wir keinen Cent mehr zahlen.“ Verzweifelt fleht sie: „Bitte geben Sie uns den Halt! Geben Sie unserem Sohn eine Chance, am Leben zu bleiben und gesund zu werden. Denn unsere Kinder sind der Sinn unseres Lebens!“

„Ein Herz für Kinder“ steht der Familie in dieser schweren Zeit zur Seite und beteiligt sich zusammen mit dem Verein „Ein Recht auf Leben“ an den Behandlungskosten, damit Berzan die Chance bekommt, nach einem jahrelangen, zermürbenden Kampf endlich den Krebs besiegen zu können.

„Ein Herz für Kinder“

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