Dasha, nun fühlst du keinen Schmerz mehr, kein Leid

„Dasha, Gott hat dich zu sich genommen. Nun fühlst du keinen Schmerz mehr, kein Leid. Wir glauben, dass es Dir gut geht.“

Svitlana (45) und Sergii (51) sind tief verzweifelt. Gerade haben sie ihre einzige und so lang ersehnte Tochter verloren. Das Mädchen (5) kämpfte ein Jahr tapfer gegen der Krebs, der am Ende stärker war.

Dashas traurige Geschichte:

Im Sommer letzten Jahres fühlte sich das Mädchen plötzlich ganz matt. Sie klagte immer wieder über Kopfschmerzen, litt plötzlich unter unerklärlich hohem Fieber.

Sofort nahm Sergii, der selbst Arzt ist, seine Tochter mit ins Krankenhaus. Er hatte die böse Vorahnung, dass hinter den Symptomen eine ernste Erkrankung stecken könnte und er sollte Recht behalten. Blutuntersuchungen zeigten, dass Dasha an einer seltenen Form von Blutkrebs – der megakaryozyten Leukämie litt. Dabei sind die Zellen des Knochenmarks betroffen. Megakaryozyten sind die größten Zellen im menschlichen Körper und spielen eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung.

Er nahm seine Tochter in den Arm, sagte: „Dashunka, du musst jetzt sehr tapfer sein. In deinem Blut ist eine Krankheit, die wir verscheuchen müssen. Aber Papa verspricht dir, dass er etwas findet und du wieder gesund wirst.“ Das Mädchen sagte zu ihm: „Du bist der beste und klügste Papa, ich weiß, dass du im Krankenhaus schon vielen geholfen hast. Und ich werde auch wieder gesund durch dich.“

In der Ukraine bekam Dasha zunächst mehrere Blöcke einer hoch dosierten Chemotherapie, die sie nur sehr schlecht vertrug und die ihren Körper zusätzlich schwächte.

Der Vater kontaktierte in der Zwischenzeit das Sheba Medical Center Tel Aviv, das über viel Erfahrung bei der Behandlung von Kinderkrebserkrankungen verfügt und das auch in der Lage ist, eine Knochenmarktransplantation durchzuführen. Es wäre Dashas einzige Chance gewesen, um den Krebs zu besiegen.

Die Eltern schafften es mit Hilfe von „Ein Herz für Kinder“ und vielen anderen Spendern aus der Ukraine einen Teil der benötigten Gelder aufzubringen, um mit der Behandlung in Israel beginnen zu können.

Es war bereits ein passender Knochenmarkspender gefunden und einer Transplantation stand eigentlich nichts mehr im Wege.

Dasha aber wurde immer schwächer. Mit zitternder Stimme fragte sie ihre Eltern immer wieder: „Mama, Papa, was ist passiert? Warum muss ich so lange im Krankenhaus sein? Warum sehe ich die Straße nur durch eine Glasscheibe? Warum kann ich nicht in meinem Bett schlafen? „

Mama und Papa versteckten ihre Tränen, trösteten ihre Tochter bis zum letzten Atemzug, nahmen ihre Hand und versuchten ihr Kraft zu geben in einem Kampf den sie nicht mehr gewinnen konnte.

„Ein Herz für Kinder“

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