Die Hilfe kam zu spät

Manchmal schlägt das Schicksal ganz besonders hart zu. So wie bei dem kleinen Denis (5). Er wurde mit dem Down-Syndrom geboren und erkrankte vor einem halben Jahr auch noch an Blutkrebs. Besonders schlimm, denn der Krebs breitete sich explosionsartig im Körper des kleinen Jungen aus der Ukraine aus – nur noch eine Knochmarktransplantation hätte ihn retten können. Doch alle Hilfe kam zu spät…

Wie soll die Familie dieses Leid nur durchstehen? Besonders Mutter Viktoria ist mit den Kräften am Ende, denn jetzt musste sie ihren Sohn ein zweites Mal hergeben – diesmal aber ohne etwas dagegen tun zu können.

Als Denis geboren wurde, schien das Glück der Familie perfekt. Solange hatten sich Oleg und Viktoria ein Kind gewünscht. Doch schon im Kreissaal legten sich tiefe Schatten über die das junge Familienglück, denn die Ärzte stellten fest, dass Denis am Down-Syndrom leidet. Die Ärzte malten der geschockten Mutter die Krankheit ihres Sohnes in den dunkelsten Farben aus: Herzfehler, Lungenentzündung, infektionsanfällig. Schließlich empfahl der Arzt der Mutter, sie solle ihr Kind weggeben, in ein Heim, wo auch andere Kinder mit dem Down-Syndrom leben.

Viktoria überrollten die dramatischen Ereignisse derart, dass sie nicht mehr in der Lage war, klar zu denken. Sie entschloss sich dem Anraten des Arztes nachzukommen und gab Denis ins Heim.

Viktoria: „Es war die Hölle. Tag und Nacht habe ich mir die Augen aus dem Kopf geweint. Dann sah ich im Traum wie Denis nach mir schrie. Ich wachte auf und wusste, dass ich nicht einen Tag länger ohne meinen Sohn sein kann.“

Victoria und ihr Mann holten ihren Sohn wieder nach Hause und verbrachten vier glückliche schöne Jahre zusammen, in denen Denis zu einem fröhlichen Kind wurde ohne ernsthafte Erkrankungen.

Doch dann kamen die Schatten wieder, das Schicksal schlug erneut mit aller unerbittlicher Wucht zu. Nach einer langwierigen Erkältung stellten die Ärzte fest, dass Denis an akuter myeloischer Leukämie litt.

Sofort wurde eine Chemotherapie eingeleitet, die für Denis mit schlimmsten Komplikationen verbunden war. Er bekam eine Lungenentzündung, Bluthochdruck, sein kleines Herz arbeitete nicht mehr richtig.

Doch tapfer hielt der Junge alle Strapazen und Qualen aus und nach einem halben Jahr endlich konnte er das Krankenhaus verlassen. So sehr hatte er seine Freunde, sein Spielzeug vermisst. „Hallo Freunde, ich bin wieder da“ – sagte er freudig als er zu Hause ankam. Ein zartes Lächeln huschte über sein schmal gewordenes Gesichtchen. Doch das Glück währte nicht lang, denn schon nach zwei Monate musste er wieder in die Klink.

EIN SCHWERER RÜCKFALL!

Es gab nur noch einen einzigen Ausweg für das todkranke Kind: Eine Knochmarktransplantation, die allerdings in der Ukraine nicht durchgeführt werden konnte.

Deshalb sollte Denis an der Charité in Berlin behandelt werden, die Kosten dafür hätten sich auf 150 000 Euro belaufen. Obwohl „Ein Herz für Kinder“ Unterstützung zugesagt hatte und auch die Familie unermüdlich Geld in der Ukraine sammelte, haben es alle Helfer nicht rechtzeitig geschafft, die Kosten für die Behandlung zu decken und verloren den Wettlauf mit der Zeit.

Denis wollte so gerne leben, doch am Ende war sein kleiner Körper viel zu schwach. Schon die Chemotherapie zuvor hatte ihn so sehr mitgenommen, dass letztlich sein Herz stehen blieb. Was bleibt ist ein Meer aus Tränen – wieder hat der Krebs einen kleinen Kind keine Chance gelassen, zu leben.

„Ein Herz für Kinder“

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