Er kämpfte zwei Jahre gegen den Krebs

Ängstlich und traurig schaut Denys (8) aus dem Fenster seines Zimmers im Krankenhaus. Werde ich wieder gesund? Kann ich wieder mit meinen Freunden spielen, wieder die Schule besuchen? Die Ärzte haben alles in ihrer Macht stehende getan, um den Feind im Blut des Jungen zu vernichten. Doch am Ende kam die Hilfe für ihn zu spät.

Im Januar 2010 begann des Leidensweg des einst so fröhlichen Jungen aus der Ukraine. Er war wenige Monate zuvor eingeschult worden und hatte große Freude am Lernen. Doch dann bekam er plötzlich hohes Fieber, das tagelang anhielt.

Besorgt suchte Natalya (28) mit ihrem Sohn einen Arzt auf, der eine Blutuntersuchung veranlasste. Dabei wurde die schreckliche Ursache für Denys‘ Leiden gefunden: akute lymphatische Leukämie.

Für die Eltern und auch den kleinen Jungen brach eine Welt zusammen, doch lange Zeit blieb nicht, mit dem Schicksal zu hadern. Sofort wurde der kleine Patient ins Krankenhaus eingewiesen, wo er eine fast neunmonatige Chemotherapienbehandlung über sich ergehen lassen musste. An vielen Tagen ging es dem Jungen sehr schlecht, er hatte keine Kraft mehr sich dem ungerechten Kampf gegen die heimtückische Krankheit zu stellen. Doch im November 2010 schien sich das Blatt zu wenden. Denys konnte tumorfrei aus dem Krankenhaus entlassen werden, er und seine Eltern hofften, dass nun das Schlimmste überstanden sei.

Doch gerade als wieder etwas Normalität in das Leben des Jungen zurückkehrte, kam der Rückschlag: Im Oktober 2011 wurde bei einer Kontrolluntersuchung festgestellt, dass sich der Krebs mit voller Wucht wieder ausgebreitet hatte, aggressiver als zuvor.

Wieder begannen für den kleinen Jungen die Strapazen der Chemotherapie, doch nach vier verabreichten Blöcken zeigte sich keinerlei Besserung. Die Ärzte in der Ukraine schlugen deshalb vor, die stärkste Chemotherapie zu verabreichen, die ihnen zur Verfügung steht. Jedoch konnten sie keine Prognose abgeben, ob Denys dies überleben würde.

Natalya hatte große Angst, dass diese Chemotherapie ihren Sohn töten könnte. Sie wandte sich deshalb an das Kinderkrebs-Klinikum in Minsk (Weißrussland), wo die Ärzte mehr Erfahrung in der Behandlung der Erkrankung haben.

Inzwischen wurde der tapfere Junge auch durch die finanzielle Unterstützung von „Ein Herz für Kinder“ mit einer normal dosierten Chemotherapie behandelt. Die Ärzte hofften, damit eine Remission zu erreichen. Doch alle Mühen waren umsonst. Sein Zustand hatte sich schnell verschlechtert und in der Nacht auf den 11. August 2012 hat sein Herz aufgehört zu schlagen.

„Ein Herz für Kinder“

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