Einsamer, epilepsiekranker Eldar

Auf den ersten Blick ist Eldar (9) aus Pridnestrovje (Russland) nicht anzusehen, dass er schwer krank ist. Als das Kind von Liudmila (36) 3 Monate alt war, bemerkte die Mutter, dass das Baby seltsam zittert und mit den Augen und Schultern zuckt.

Sie wandten sich an das Mutter-Kind-Zentrum und erfuhren, dass ihr Sohn an Epilepsie leidet. Danach folgten Untersuchungen in einer Moskauer Klinik, mit einer anschließenden Behandlung, die aber keine Wirkung zeigte. Die Anfälle waren so stark, dass der Kleine sogar ohnmächtig wurde. Die Anzahl der Anfälle reichte manchmal bis zu 40 Mal am Tag!

Inzwischen konnte die Häufigkeit der Anfälle durch Medikamente etwas reduziert werden, dennoch haben sich schon Folgen durch die Grunderkrankung eingestellt: Eldars geistige Entwicklung ist gestört, dazu ist das Kind sehr launisch geworden. Er wird manchmal ganz plötzlich aggressiv. Sogar einige innere Organe des Jungen haben sich teilweise deformiert.

Wegen seines gesundheitlichen Zustandes kann Eldar nicht in die Schule gehen, lernt zu Hause. Die Mutter: „Eldar hat nicht genug Kommunikation nach draußen, er hat keine Freunde, er ist sehr einsam.“

Eldar lebt zusammen mit seiner Mutter – sein Vater hat die Familie verlassen, als er erfahren hat, dass sein Sohn so krank ist. Da sich Liudmila den ganzen Tag um ihren Sohn kümmern muss, kann sie nicht arbeiten. Das komplette Familieneinkommen besteht nur aus sozialer Unterstützung und Rente, lediglich die Oma, selbst eine Rentnerin, hilft der kleinen Familie.

Die Klinik Kork (Deutschland) ist führend in der Behandlung von Epilepsie. Eldars Mutter hoffte, dass ihr Sohn dort untersucht wird – es bestand die reale Möglichkeit, dass die deutschen Ärzte die richtige Therapie zusammenstellen konnten, die Eldars Anfälle verschwinden lässt.

Auch für den Fall, dass eine solche Therapie keine Wirkung zeigen würde, gab es die Möglichkeit, einen operativen Eingriff durchzuführen, um die Anfälle zu lindern.

Es war wichtig, dass der Junge so schnell wie möglich nach Deutschland kam, da mit jedem weiteren Anfall bei Eldar immer mehr Hirnzellen abstarben, was zu unumkehrbaren Schäden führte.

Die Kosten für die geplante Untersuchung und Behandlung konnte die Mutter nicht allein tragen. Deshalb halfen „Ein Herz für Kinder“ und der Verein „Ein Recht auf Leben“.

Eldars Mutter hoffte, dass durch die Hilfe in Deutschland jetzt endlich das Wunder geschehen würde – dass ihrem Sohn endlich weitere Anfälle, neue Schmerzen und Leiden erspart blieben.

Durch die genaue Diagnostik im Epilepsiezentrum Kork konnten die behandelnden Ärzte feststellen, dass Eldar einen chirurgischen Eingriff benötigt. So hat er eine gute Chance anfallfrei zu leben. Im Moment kümmert sich die Familie um die Organisation für diesen Eingriff.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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