Russische Ärzte pfuschten bei Herz-OP

Die ersten zehn Tage seines Lebens verbrachte der kleine Elisey (2) aus St. Petersburg auf der Intensivstation für Neugeborene, ohne seine Mutter und seinen Vater.

Wenige Zeit nach seiner Geburt wurde ein angeborener Herzfehler festgestellt. Die Situation war so kritisch, dass ein Eingriff nicht aufgeschoben werden konnte.

Es wurde eine Ballonierung der Aortenklappe und der Aorta vorgenommen. Während der OP stellte der operierende Arzt fest, dass der Katheter, welcher für Kinder im Alter von einem Jahr gedacht ist, kein Ergebnis brachte. Er griff nach einem größeren Katheter, um die Operation durchzuführen. Dieser Eingriff schob aber die dringend benötigte Ersetzung der Aortenklappe nur auf.

Was aber noch viel schlimmer und traumatischer für die Familie ist: Während der Operation wurde, durch die Benutzung eines viel zu großen Katheters, die rechte Bein- und Hüftarterie beschädigt.

Der Familie wurde von den Ärzten erzählt, dass dies nicht so schlimm sei. Xenia (41) und Konstantin (38): „Uns wurde gesagt, dass das Beinchen funktionsfähig ist, dass dies bei Kleinen schnell wiederhergestellt wird, dass sie jetzt in diesem Alter überhaupt nichts machen werden können. Jetzt kann man die Fehlbildung des rechten Beinchens bei unserem Sohn sogar nur mit einem flüchtigen Blick sehen, das rechte Beinchen selbst ist schon um einen Zentimeter kürzer als das linke Beinchen!“

Um dies wieder auszugleichen, braucht Elisey jetzt zusätzlich zur Herzoperation auch eine Operation zur Wiederherstellung der Gefäße in seinem Bein.

„Elisey ist doch unser einziger Sohn! Eliseys geistige Entwicklung ist sehr gut und sogar seinem Alter etwas voraus. Der lebenslustige Kleine, der noch gar nichts von der Schwere seiner Krankheit ahnt, spricht viel und gut, er kann schon ganze Sätze bauen. Er kennt circa zwanzig verschiedene Musikinstrumente und kann sie nach dem Klang fehlerfrei feststellen. Er versucht auf seiner kindlichen Ebene schon zu philosophieren.“

Nun vertraut die Familie den russischen Ärzten nicht mehr und wandte sich an das Deutsche Herzzentrum in Berlin, wo Elisey an seinem Herzen und seinen Beingefäßen operiert werden könnte.

Doch dafür hat die Familie, die mit ihrem monatlichen Gehalt in Russland schon am Existenzminimum lebt, kein Geld. Sie wandten sich an „Ein Herz für Kinder“:„Wir hoffen auf Hilfe und glauben an Ihre Herzensgüte und Hilfsbereitschaft!“

„Ein Herz für Kinder“ übernimmt einen Teil der OP-Kosten, damit Elisey bald wieder mit seinen Eltern zuhause spielen und philosophieren kann.

„Ein Herz für Kinder“

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