Junges Au-Pair-Mädchen trauert um ihren Sohn

Es ist das Schlimmste was einer Mutter passieren kann: Salima (24) hat ihr über alles geliebtes Kind verloren. Der kleine Eliyar kam vor gut vier Wochen in Kirgistan mit einem schweren Herzfehler zur Welt. So seht hoffte die junge Mutter, dass ihr Sohn in Deutschland gerettet werden kann.

Mit Unterstützung von „Ein Herz für Kinder“ und vielen anderen Spendern wäre eine Behandlung am Universitätsklinikum Leipzig möglich gewesen. Doch kurz vor der Abreise verschlechterte sich der Zustand des Jungen dramatisch. Von einer auf die andere Minute hörte sein Herz auf zu schlagen, das Kind starb in den Armen seiner Mutter.

„Ein Herz für Kinder“ wurde auf den dramatischen Fall durch eine Familie aus Sachsen aufmerksam, bei der Salima als Au-Pair-Mädchen gearbeitet hatte. Nach der Au-Pair- Zeit war die junge Frau dann kurz wieder in Kirgistan bei ihrer Familie, anschließend arbeitete sie in Moskau, um ihrer sehr armen Familie (der Vater ist alleinerziehend aufgrund des Todes der Mutter) regelmäßig Geld nach Kirgistan schicken zu können.

Salima wurde unvorhergesehen schwanger, entschied sich für das Kind, kehrte wieder nach Kirgistan zurück zu ihrer Familie in der Hoffnung, dass sie nun auch unterstützt wird.

Zu Beginn war auch alles unproblematisch. Mit zunehmender Schwangerschaft wurde die Situation für die Unverheiratete (zum Kindesvater besteht kein Kontakt) allerdings immer schwieriger. Sie wurde von ihrer muslimischen Familie verstoßen und musste vom Heimatdorf zu einer Bekannten in die Hauptstadt Bischkek ziehen.

Dort wurde am 28. Juni 2010 ihr Sohn Eliyar anfangs scheinbar gesund geboren. Nur wenige Tage später stellten die Ärzte dann aber den schweren angeborenen Herzfehler fest. Die Mediziner teilten die geschockten Mutter mit, dass ihr Sohn nicht weiter behandelt werden kann, da die Klinik für eine solch komplizierte OP nicht ausreichend ausgestattet ist.

Verzweifelt suchte Salima Hilfe bei ihrer Au-Pair-Familie, die alles daran setzte, dass Eliyar in Deutschland behandelt werden kann. Endlich hatte sie wieder Hoffnung für ihr Baby. Doch am Ende war das Herz des Kindes zu schwach.

„Ein Herz für Kinder“

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