Eriks einziger Wunsch hat sich nicht erfüllt

„Helfen Sie bitte meinem krebskranken Kind!“

So wandte sich die Familie Sargsjan verzweifelt an „Ein Herz für Kinder“. Erik aus Armenien wurde im September 2005 geboren und brachte seine Eltern immer zum Lachen oder Schmunzeln.

Doch im Alter von vier Jahren wurde aus dem einst aufgeweckten und gesunden Kind plötzlich ein in sich gekehrtes und kränkelndes Kind.

Im November 2009 bekam der kleine Junge Husten und litt unter starken Schmerzen im Brustkorb. Die Ärzte ordneten eine antibakterielle Therapie gegen Bronchitis und Lungenentzündung an. Die Therapie schlug nicht an, und so wurde Erik an ein anderes Krankenhaus überwiesen, da die Ärzte hofften, hier könnte man ihm besser helfen.

Dann die Diagnose im Stawropoler Krankenhaus: Non-Hodgkin-Lymphom ausgehend von T-lymphatischen Zellen mit Schädigung der mittleren und peripheren Lymphknoten. Auf deutsch: Krebs im dritten Stadium.

Sofort wurde Erik an das Blochin-Institut nach Moskau überwiesen. Hier wurde nach einer erneuten Untersuchung sofort eine intensive Chemotherapie in Form von 6 Blöcken des sehr riskanten Programms ALL-BFM-2002, mit anschließender Bestrahlung des Gehirns, eingeleitet.

Eriks kleiner Körper sprach auf die Behandlung an und die Familie glaubte Aufatmen zu können. Doch leider mussten sie mit der schrecklichen Diagnose nach dem fünften Chemoblock ihre Hoffnungen erst einmal begraben: Erik bekam ein Rezidiv. Der Tumor begann zu wachsen.

Als sich die Familie wieder an das Blochin-Institut in Moskau wandte, verweigerte man ihnen die Unterstützung, genauso wie in allen anderen Kinderkliniken, die sie um Hilfe baten. Begründung der russischen Ärzte: Man hat alles, was möglich war, schon versucht. Mher (31), Eriks Vater: „Wir fanden keine Ärzte in Russland die mein Kind aufnehmen wollten, obwohl er keine Metastasen hat und der Tumor in einer Hülle liegt!“

Ein Arzt holte die Familie aus ihrer Verzweiflung und gab ihnen den Tipp, sich an ein Krankenhaus in Israel zu wenden. Hier gäbe es bessere Behandlungsmethoden und die Heilungschancen stünden besser.

Bei einem Telefonat zwischen Eriks Vater und dem dem leitenden Professor des Krankenhauses, schlug der Professor eine Polychemotherapie vor, sowie die Entfernung des restlichen Tumors und eine Knochenmarktransplantation.

Endlich ein Hoffnungsschimmer. Aber wie soll die Familie das Geld für die Behandlung aufbringen? Die Mutter ist mit ihrem 10 Monate altem Kind im Mutterschutz und der Vater weilt jeden Tag bei seinem Sohn im Krankenhaus.

Der Fonds Natascha aus Russland und „Ein Herz für Kinder“ erklärten sich bereit einen Großteil Behandlungskosten in dem Krankenhaus zu übernehmen. Während der Behandlung verschlechterte sich jedoch Eriks Zustand dramatisch, es kam zu Komplikation, denen sein ohnehin geschwächter Körper durch den Krebs-Kampf nicht mehr gewachsen war. Alles hoffen und kämpfen war umsonst, der kleine Erik starb in Israel.

„Ein Herz für Kinder“

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