Kleine Stars in der Manege

Der Erlebniscircus ist seit 2006 ein Modellprojekt zur Förderung von sozial- und bildungsbenachteiligten Kindern. Es wird zum großen Teil durch das Bund-Länder-Programm vom Bezirksamt Neukölln finanziert.

Der Bezirk ist gekennzeichnet von Bildungsarmut, hoher Arbeitslosigkeit, geringem Einkommen und großen Anteil an Familien mit Migrationshintergrund. Menschen aus 160 Nationen leben dort. Die Kinder leiden unter Bewegungsmangel, mangelnden Selbstwertgefühl, Sprachproblemen und einen Defizit an sozialen Kompetenzen.

Der Erlebniscircus ist seit 2006 ein Modellprojekt zur Förderung von sozial- und bildungsbenachteiligten Kindern (Foto: Privat)
Der Erlebniscircus ist seit 2006 ein Modellprojekt zur Förderung von sozial- und bildungsbenachteiligten Kindern (Foto: Privat)

Der Zusammenhalt im traditionellen Familienbetrieb und die Arbeit mit den Tieren vermittelt den Kindern eine Atmosphäre von Halt und Sicherheit. Das Projekt kooperiert mit 48 Grund-, Förder- und Sekundarschulen im Bezirk. Für eine Woche tauschen die Schüler die Routine des Schulalltags mit dem Zirkuszelt.

Für Schulverweigerer, Kinder aus Problemfamilien oder gewalttätige Schüler, die von Familienfürsorgern in das Projekt vermittelt werden, wird freies Nachmittagstraining angeboten. Daran nehmen seit dem letzten Jahr auch viele Flüchtlingskinder teil.

Gemeinschaftlich wird ein Zirkusprogramm einstudiert und präsentiert. Dabei werden Ängste, Vorurteile und soziale Abgrenzungen abgebaut. Sie trainieren in den Disziplinen Clownerie, Akrobatik, Trapez, Arbeit mit Tieren, Moderation und Orientshow. Die Nachhaltigkeit des Projekts wirkt sich positiv auf den Schulalltag und im Familienleben aus.

Um die zunehmenden Anfragen und das stetig erweiterte Trainingskonzept weiterhin bewältigen zu können, ist es wichtig die Trainingsgruppen weiter zu unterteilen. Dafür wird ein Trainingszelt benötigt.

Auf dem Gelände des Erlebniscircus ist ein neuer Container für den Förderunterricht aufgestellt worden (Foto: Privat)
Auf dem Gelände des Erlebniscircus ist ein neuer Container für den Förderunterricht aufgestellt worden (Foto: Privat)

Da das Projekt auch in den Wintermonaten stattfindet, muss das Trainingszelt auch mit einem erhöhten Holzfußboden ausgestattet sein um vor allem Rollstuhlfahrern und Behinderten Sicherheit zu bieten. Auch sind drei große Heizungen bzw. Lüftungen nötig, um dann die angemessene Trainingstemperatur zu gewährleisten.

„Ein Herz für Kinder“ unterstützt den Erlebniscircus, damit ein weiteres Trainingszelt aufgebaut werden kann und so noch mehr Kinder von dem Angebot profitieren können.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
Spendenkonto 067 67 67
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