Familienzentrum für Neukölln

Diese Zahlen sind alarmierend: In Berlin-Neukölln leben die meisten Sozialhilfeempfänger, der Anteil der Kinder ohne Schulabschluss liegt bei 18,9 Prozent. Mehr als 30 Prozent aller Erstklässler sprechen unzureichend deutsch und können dem Unterricht nicht folgen. Viele Kinder sind psychisch auffällig, haben chronische Erkrankungen oder Essstörungen – infolge schlechter familiärer Verhältnisse.

Das Land Berlin kann angesichts seiner völligen Überschuldung kaum Maßnahmen ergreifen, diesen Kindern und ihren Familien zu helfen. Deshalb haben die Malteser beschlossen, in Neukölln ein Familienzentrum aufzubauen.

Zunächst soll hier rund 50 Kindern ein warmes Mittagessen angeboten werden, um so Kontakt und Vertrauen aufzubauen. Danach will das das Zentrum gemeinsame Aktivitäten und Kurse organisieren z.B. Nachmittags- und Hausaufgabenbetreuung, gezielte Einzel- und Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund, Theater- und Kochkurse, Musikgruppen, Bewerbertraining und Berufsorientierung.

Im September 2008 wurde in einem Haus eine „Übergangslösung“ geschaffen. Das Gebäude ist für das breite Spektrum der geplanten Aktivitäten aber zu klein In der Lipschitzallee wurde nun ein Haus gefunden, das genügend Platz bietet. Allerdings müssen die Räume zunächst renoviert und dann auch noch eingerichtet werden.

„Ein Herz für Kinder“ unterstützt das Malteser-Familienzentrum, das im März neu eröffnet wurde. Jetzt haben die Kinder und Jugendlichen aus sozial schwierigen Verhältnissen eine Anlaufstelle, die es ihnen ermöglicht, ihren Alltag besser zu bewältigen.

Auch im Jahr 2013 geht die Unterstützung der BILD-Hilfsorganisation weiter: Das Zentrum soll um eine Kita erweitert werden, damit die Kinder vom Babyalter bis zum Ende der Grundschule betreut werden können.

In der Gropiusstadt fehlen derzeit 1000 Kita-Plätze und Bildungsangebote für die Kleinen. 46 Prozent der Bewohner haben einen Migrationshintergrund, ein Drittel sind ALG II Empfänger und die Arbeitslosigkeit liegt über dem Berliner Durchschnitt. 70 Kinder der Kinder sind nicht deutscher Herkunft.

Mit der Kita und dem Familienzentrum als Bildungsinsel sollen die Zukunftschancen der Kinder verbessert werden und eine Ganzheitlichkeit entwickelt werden.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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