Sein Herz stand vier Mal still

Mit der Geburt von Filipp (8 Monate) hat sich das Leben der Eltern Jewgenija und Vasilij in ein Märchen verwandelt. Glücklich erzählen sie: „Wir freuten uns jeden neuen Tag, jede Minute, waren froh um jeden Zentimeter Wachstum und jedes Gramm Gewicht. Er schaute in die Welt mit seinen blauen Augen, und es schien, dass nichts das Glück dieses kleinen Menschleins aufhalten könne. Die Ärzte sagten, dass unser Kleiner absolut gesund sei.“

Aber leider währte das Märchen nicht lange. Am 8. Februar 2011 hörte Filipp auf, zu atmen. Auf der Intensivstation des städtischen Kinderkrankenhauses Kolpinski blieb das Herz des Kleinen drei Mal stehen. Die Ärzte kämpften um das Leben Filipps, sie brachten sein Herz wieder zum schlagen und schenkten ihm ein zweites Leben.

Rückblickend erinnert sich die Mutter an die wohl schrecklichste Nacht ihres Lebens: „Das Schwerste ist das Warten und die Ungewissheit. Du weißt nicht, weshalb das Liebste, was Du hast, plötzlich von Leuten in weißen Kitteln weggenommen und hinter Glastüren verschlossen wird. Du weißt nicht, wann du deinen Schatz wieder in die Armen nehmen, ihn küssen kannst. Du weißt nichts, außer dass dein kleines Krümelchen an eine Menge Apparate angeschlossen ist, die kleinen Ärmchen von Nadeln zerstochen sind. Er selbst kann nichts, nicht atmen, nicht schlafen, nicht essen. Er kann nur daran glauben, dass dieser Albtraum bald endet.“

Doch der Albtraum endete nicht, er wurde noch schlimmer. In den folgenden Tagen erhielten die Eltern immer wieder neue Diagnosen mit schrecklichen Aussichten. Schließlich wurde das Baby in ein anderes Krankenhaus verlegt, mit neuen Medikamenten konnte der Zustand stabilisiert werden, sodass Filipp wieder ohne Sauerstoffmaske selbstständig atmen konnte.

Zwischenzeitlich gelang es den Ärzten auch, die richtige Diagnose für Filipps Leiden zu finden: Pulmonale Hypertonie III Grades – das ist extremer Bluthochdruck. Um ihm wirklich helfen und damit sein Leben retten zu können, soll er am Universitätsklinikum Giessen gründlich Untersucht werden, da in Russland noch sehr wenig über Bluthochdruck bei Kindern diesen Alters bekannt ist.

Anschließend soll eine auf ihn abgestimmte medikamentöse Behandlung erfolgen. Da die Eltern kein Geld haben, um ihrem Sohn die Untersuchungen in Deutschland zu ermöglichen, steht „Ein Herz für Kinder“ unterstützend an der Seite der Familie und übernimmt einen Teil der Behandlungskosten.

„Ein Herz für Kinder“

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