Die Friedhofskinder von Cebu

Tod und Not haben in Cebu die gleiche Adresse! In der philippinischen Millionenstadt leben rund 4500 Frauen, Männer und Kinder auf Friedhöfen zwischen den Gräbern, ohne Wasser, ohne sanitäre Anlagen.

Video: Die Friedhofskinder

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Es ist tiefste Armut, die den Menschen keine andere Alternative lässt, als bei den Toten Obdach zu suchen. Viele von ihnen versuchten vor der Armut auf dem Land in die Stadt zu fliehen. Andere wurden aus den Slums von Cebu vertrieben und fanden keine andere Bleibe. Mitten unter den Toten werden die Kinder geboren und leben mit ihren Eltern in den Mausoleen reicher Verstorbener.

Der phillippinische Pater Max Abalos vom Internationalen Katholischen Missionswerk „missio“ kümmert sich um die Kinder und will ihnen die Chance geben, dem Leben auf dem Friedhof entfliehen zu können.

Er plant den Bau einer Kindertagesstätte inklusive einer Vorschule für Mädchen und Jungen des Friedhofes „Lorega.“ Außerdem sollen Wohnungen für zwölf Familien gebaut werden, die bislang ihr Zuhause auf dem Friedhof hatten.

Pater Abalos: „Nur wenn die Mädchen und Jungen zur Schule gehen und einen Beruf finden, haben sie eine Chance hier herauszukommen.“

Um der Mangelernährung insbesondere bei den minderjährigen Kindern entgegenzuwirken, plant der engagiert Helfer ein umfassendes Nothilfeprogramm, sowie eine finanzielle Unterstützung, damit Mädchen und Jungen zur Schule gehen können und so die Chance erhalten, später ihr eigenes Geld verdienen zu können.

Möglich wird dies durch die Förderung von „Ein Herz für Kinder“, denn wie auch Pfarrer Abalos möchte die BILD-Hilfsorganisation den Friedhofskindern von Cebu die Chance geben, einem Leben unter den Toten zu entkommen.
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Durch die Unterstützung der BILD-Hilfsorganisation konnten die Pläne inzwischen umgesetzt werden.

In 2014 verursachten zündelnde Kinder in dem Slum rund um den Friedhof ein verheerendes Feuer. Viele Behausungen der Menschen, die in dem Slum dicht an dicht stehen und selten durch Wege getrennt sind, wurden zerstört. Das Feuer griff innerhalb von Minuten auf die Wohneinheiten über – so wurden in 7 Zonen die Häuser zerstört. Rund 6000 Menschen sind betroffen. Die meisten konnten nur ihr Leben retten, verloren aber alles.

Die Stadt plant nun auf dem verwüsteten Gelände Straßen anzulegen, damit Rettungsfahrzeuge und Feuerwehr passieren können, um in Zukunft solche Brandkatastrophen zu verhindern. Das Baugelände wird Pater Max von der Regierung kostenfrei zur Verfügung gestellt. Das ist im Hinblick auf die extrem hohen Grundstückspreise in Cebu ein große finanzielle Entlastung.

Jetzt will der Pater für 60 Brandopfer-Familien (420 Personen) ein einfaches 3-stöckiges Haus mit 60 Wohneinheiten dort bauen. Jede Einheit verfügt über 2 Schlafzimmer, einen Wohnraum mit Küche, Toilette und Waschraum. Die Aufräumarbeiten sind im Gange, Straßen werden in den nächsten Monaten gebaut und das Gelände in Bauparzellen eingeteilt.

Da nach dem Taifun ein Großteil der Spendengelder für den Wiederaufbau zertsörter Gebäide eingesetzt wird, bat Pater Max „Ein Herz für Kinder“ um Unterstützung, da er keine weiteren Spender aquireren konnte. Die BILD-Hilfsorganisation erklärte sich erneut bereit, zu helfen, sodann nun die Wohneinheiten für die Opfer des Brandes wie geplant gebaut werden können.

 

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
Spendenkonto 067 67 67
Deutsche Bank Hamburg | BLZ 200 700 00
IBAN DE60 2007 0000 0067 6767 00 | BIC DEUTDEHH