Gehörlosenzentrum eingeweiht

Die „Jerusalem Foundation“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Jerusalems Stadtviertel Kiriyat Menachem die Lebensqualität zu verbessern, durch die Förderung der Chancengleichheit, Betreuung behinderter Kinder, die Verbesserung schulischer Ausbildung, die Reduzierung von Schulabbrüchen, Jugendschutz und die Bekämpfung von Drogenmissbrauch.

Die Kinder freuen sich über den neuen Spielplatz (Foto: Privat)
Die Kinder freuen sich über den neuen Spielplatz (Foto: Privat)

Jerusalem ist zwar die größte aber leider auch die ärmste Stadt Israels. 40 Prozent aller Einwohner und 50 Prozent aller Kinder leben unterhalb der Armutsgrenze. Besonders schwer haben es Kinder, die körperlich benachteiligt sind – wie zum Beispiel hörbehinderte Kleinkinder, die im MICHA-Zentrum betreut werden.

Das Haus des Zentrums musste abgerissen werden. Die Stadtverwaltung hat der Organisation einen neuen Standort zugewiesen – ein einstöckiges Gebäude im jüdisch arabischen Wohnviertel Abu To, gegenüber vom Zionsberg.

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Darin befindet sich auch das Diagnose- und Reha-Zentrum für hörbehinderte arabische Schulkinder, dass mit Hilfe von der Jerusaelm Foundation eingerichtet wurde. Dieses Gebäude wurde nun erweitert und mit zwei weiteren Etagen aufgestockt.

Ende April weihte die Jerusalem Foundation im Beisein von Repräsentanten der Förderer die neue Unterkunft für MICHA ein. MICHA betreut seit mehr als 40 Jahren hörbehinderte Kinder vom Säuglingsalter bis zur Einschulung. In Gruppen für Kinder aus hebräisch- und arabischsprachigen Familien erhalten sie frühzeitige Vorbereitung, um später in reguläre Schulen integriert zu werden.

Mit dem neuen Zentrum soll ein Knotenpunkt für die Betreuung hörbehinderter Kinder in Israel entstehen, der trotzdem die Eigenständigkeit der beiden Organisationen sichert. Da im frühkindlichen Alter kein Anspruch auf professionelle erzieherische Betreuung durch die öffentliche Hand besteht, übernimmt MICHA diese, um den Kindern den bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen. Kein Kind wird abgewiesen, die finanzielle Lage der Eltern, die Religion und ethnischen Zugehörigkeit ist dabei unerheblich.

Die Baukosten für dieses Millionenprojekt konnten nicht allein von der Jerusalem Foundation aufgebracht werden. Deshalb erklärte sich „Ein Herz für Kinder“ bereit, das Gehörlosenzentrum sehr großzügig zu unterstützen.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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