Dieser tapfere Junge brauchte dringend Ihre Hilfe

Man hielt die Tränen zurück, wenn man über Gleb (12) erzählte. Man schämte sich der eigenen Tränen. Denn das erste Mal, als der Junge, der mit wechselndem Erfolg seit über 7 Jahren gegen Krebs kämpfte, selbst weinte, war erst vor einiger Zeit. Und diese Tränen hatten einen gewichtigen Grund: Morgens bei der Visite teilten ihm die Ärzte mit, das er endlich nach Hause entlassen werden könne. Einige Stunden später wurde Gleb beim Tasche packen unterbrochen: „Kleiner, du bleibst noch etwas hier, im Krankenhaus.“

Da weinte er das erste Mal, seit er sich erinnern kann. Es war die Ungerechtigkeit, die schlimmer war, als der körperliche Schmerz. Die Ungerechtigkeit einer geschenkten und dann wieder genommenen Hoffnung.

Die Diagnose Blutkrebs ereilte den Jungen aus Russland, als er gerade 3 Jahre alt war. Damals, nach einer Reihe von schwer ertragbaren aber rettenden Chemotherapien, schaffte er es, eine standhafte Remission zu erreichen, die vier Jahre lang dauerte.

Dann kam der Krebs zurück. Und wieder war Glebs Kampf gegen die Leukämie zunächst Erfolg versprechend aber nicht von Dauer! Im Frühjahr 2010 wurde das zweite Rezidiv diagnostiziert.

In ihren Augen ist die Liebe unendlich, wenn Glebs Mutter Hella (41) über ihren Jungen spricht: „Er ist unser positiver Philosoph. Er ist es, der mich beruhigt, mich bittet geduldig zu sein, nicht selbstmitleidig. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich mit einem Kind rede. Gleb ist tiefgründig wie ein Erwachsener, ebenso vernünftig und sanftmütig in der Akzeptanz all dessen, was auf ihn zukommt.“

Die Familie hat zwei Söhne. Dem älteren Jungen, der von Geburt an sehbehindert ist, wurde aus medizinischer Sicht vor mehreren Jahren höchstens Hausunterricht und später Heimarbeit garantiert. Heute studiert der junge Mann im letzten Semester, hat weitgehende Zukunftspläne. Hella und ihr Mann Grigorii haben alles dafür getan, dass ihrem Sohn diese Zukunft möglich wird.

Nachdem sie ihren Großen aus schwerer Krankheit herausgezogen hatten, erkrankte plötzlich ihr Jüngerer – Gleb.

Nachdem er das erste Mal den Krebs scheinbar besiegt hatte, ging er in die Schule, wo er sich besonders gern mit Geschichte beschäftigte und den Wunsch entwickelte, Militärarzt zu werden. Er glaubt fest daran, dass er alle seine Pläne realisieren wird.

Dennoch hat er auch immer wieder Angst vor all dem, was kommt. Er fleht seine Mutter an: „Bitte entferne dich nicht weit von mir, nicht mal in Gedanken. Niemals, ich bitte dich. Ich schaffe es nicht ohne dich“.

Im Krankenhaus versuchte Gleb seinen Alltag so normal wie möglich zu strukturieren. Jeden Morgen machte der Junge sein Krankenhausbett zurecht, setzte sich an seinen kleinen Schreibtisch, der immer mit ihm mitzieht – von Zuhause in die Klinik und wieder zurück.

Gleb versetzte nicht nur ihm fremde Menschen in Bewunderung, auch seine Eltern bekamen von ihm, ständig „einfachen aber lebenswichtigen Unterricht der Güte“: Er fängt nie als erster an zu essen, nimmt sich nicht das verlockendste Stück Essen, ohne zu teilen. Das Schlucken der bitteren Medizin fiehl ihm nicht immer leicht, aber da sein Quengeln seine Mutter bestimmt traurig machen würde, quengelte Gleb nicht…

„In jedem Tag steckt etwas, worüber man sich richtig freuen kann“, sagte der kleine Patient der Onkologie-Fürsorgestelle.

Er blieb optimistisch – auch nach seinem zweiten Rückfall. Gleb will leben, will eine Zukunft haben. Doch allein konnte er es nicht schaffen. Denn seine letzte Chance war eine Knochenmarktransplantation, die am Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf durchgeführt wurde.

„Ein Herz für Kinder“ und der Verein „Ein Recht auf Leben“ unterstützten den tapferen Jungen bereits! Und auch Sie haben geholfen den fehlenden Geldbetrag für die komplizierte Behandlung zusammen zu bekommen.

Das war vor zwei Jahren. Jetzt soll Gleb abgeschoben werden! Grund: Auch wenn das Risiko von Rückschlägen hoch ist, gilt der Junge als gesund.

Und deshalb will die Behörde sein medizinisch-humanitäres Visum nicht verlängern. Mutter Hella (44): „In Russland ist die medizinische Versorgung katastrophal.“

Sie ist sicher: Nur hier hat ihr Sohn eine Chance. Glebs Mitschüler haben eine Facebook-Kampagne gestartet, wollen mit einer Petition die Behörde umstimmen.

„Ein Herz für Kinder“

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