Durch Ihre Spenden kann Nikki (8) wieder sehen

Ein deutscher Augenarzt behandelt Kinder in Nepal, die sonst erblinden würden. Die Operation ist billig und bei uns Routine. Aber dort entscheidet sie über ein lebenswertes Leben.

Sie sind dem Himmel ganz nah. Aber sie können das Blau nicht sehen.

Wir sind in Lahan, einer Kleinstadt in Nepal. Am Horizont erhebt sich das Himalaja-Gebirge, das Dach der Welt. Auf der staubigen Hauptstraße begegnen wir Nikki (8), einem kleinen Mädchen aus Indien, das sich an die Hand ihres Vaters klammert. Nikki ist fast blind – grauer Star.

Zwei Tage haben Nikki und ihr Vater Samal (36) gebraucht, um aus ihrem Dorf im nahen Indien nach Lahan zu kommen – zuerst zu Fuß, dann mit einem klapprigen Bus, zuletzt auf einem Ochsenkarren.

Samal (Tagelöhner) hat kein Geld dabei, nur Hoffnung. Er hat von dem Wunder von Lahan gehört. Von dem Mann, der Kindern das verlorene Augenlicht zurückgibt.

Der Wunder-Mann ist ein deutscher Arzt, Dr. Albrecht Hennig (65). Vor 30 Jahren hat er in Lahan eine Augen-Klinik eröffnet, das „Sagarmatha Choudhary Eye Hospital“. In kaum einer anderen Klinik der Welt werden so viele Menschen am grauen Star operiert – bis zu 500 am Tag!

Der Eingriff ist Routine, sagt Dr. Hennig, dauert kaum mehr als fünf Minuten und ist fast immer erfolgreich. Nur eine Nacht müssen die Operierten in der Klinik bleiben.

Etwa 30 Euro kostet eine OP. 30 Euro, die den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen. In Ländern wie Indien, Nepal oder Bangladesch sind Kinder, die nicht sehen können, nichts wert.

Ein Ballast. Sie können nicht auf dem Feld arbeiten, nicht in der Fabrik. Deshalb unterstützt „Ein Herz für Kinder“ diese Klinik – mit Ihren Spenden.

30 Euro, das ist mehr, als viele in einem ganzen Monat verdienen.

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Nikkis Vater Samal hat das Geld nicht. Aber er hat gehört, dass der deutsche Arzt in Lahan niemanden wegschickt, auch wenn er nicht bezahlen kann.

Nikki erzählt Dr. Hennig, wie sie ihr Augenlicht verlor: „Mein Lehrer hat es zuerst gemerkt. Ich konnte nicht mehr sehen, was er an die Tafel schrieb. Deshalb hat er mich in die erste Reihe gesetzt.“ Das half anfangs, aber jetzt kann Nikki nur noch lesen, wenn sie sich ein Buch so dicht vor die Augen hält, dass ihre Nasenspitze die Seiten berührt.

Woher kommt der graue Star? Dr. Hennig: „Manchmal ist Katarakt, also grauer Star, genetisch bedingt, manchmal eine Spätfolge von Masern oder Röteln. Es kann aber auch an Vitaminmangel liegen.“ 1983, als er anfing, hatte die Klinik gerade mal 12 Betten. Heute sind es über 400. Und jeden Tag stehen morgens Hunderte von Menschen vor den Gittertoren. Viele sind aus Bangladesch, haben zehn Tage Fußmarsch hinter sich.

Über 120 000 Menschen hat Dr. Hennig schon durch einen kleinen Schnitt an der Linse geholfen. Sein größtes Glück: „Der Moment, wenn ich am Tag nach der Operation den Verband abmache, und die Kinder lächeln, weil sie wieder sehen können. Das Gefühl ist nicht zu beschreiben.“

Dr. Hennig operiert Nikki selbst. Nach wenigen Minuten hat das Mädchen eine Mullbinde auf dem rechten Auge. Fertig.

Am nächsten Tag, als Nikki die Klinik verlässt, klammert sie sich nicht mehr an die Hand des Vaters, sie läuft voraus. Sie sieht die Häuser, die Schlaglöcher in der staubigen Straße – und das Blau am Himmel des Himalaya.

„Ein Herz für Kinder“

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